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🛡️ Wenn Inflation steigt, KI enttäuscht und Tech fällt – dann gewinnen Schrauben, Gas und U-Boote
Drei Risikoszenarien, ein Ergebnis: Real Assets und Dividendenwachstum als Anker.

Guten Morgen ,
der Lärm der Rechenzentren verstummt, während in den Werkshallen wieder die Späne fliegen. Wir erleben gerade die Rache der Substanz an der Börse. Während manche Software-Träume platzen, rücken echte Dinge in den Fokus.
Dein Depot braucht jetzt mehr als nur Code. Wir schauen dorthin, wo geheizt, gebaut und geschraubt wird. Es geht um Firmen mit echtem Burggraben. Wir zeigen Dir heute, wie Du von der großen Marktrotation profitierst. Viel Erfolg!
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Der Fear & Greed Index misst die aktuelle Stimmung am Aktienmarkt – von extremer Angst (0) bis zu gieriger Euphorie (100). Quelle: CNN
Marktumfeld
💰 830 Milliarden Gründe für Dividenden-Werte
Der Hype um die künstliche Intelligenz bekommt Risse. Während Software-Anbieter seit Jahresbeginn rund 23 % an Wert verloren, feiern Firmen, die echte Dinge bauen, ihre Wiederauferstehung. Wir sehen gerade die Rache der Substanz.
Anleger flüchten aus dem Silicon Valley in Richtung Fabrikhallen, Ölfelder und Versicherungsgebäude. Die nackten Zahlen belegen diesen Trend: Ein Korb aus Basiskonsumgütern – also Waren des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel – stieg seit Neujahr um 15 %. Die Dividendenrendite dieser Branche liegt bei stolzen 2,8 %. Die Dividendenrendite ist das Verhältnis der jährlichen Ausschüttung zum aktuellen Aktienkurs. Zum Vergleich: Der breite US-Markt bietet Dir aktuell nur mickrige 1,2 %.
Wir sehen jetzt vielleicht ein leises Echo des Dotcom-Crashs von 2000. Damals stürzten aufgeblähte Tech-Werte ab. Heute sind die Dividenden-Aristokraten historisch günstig. Das sind Konzerne, die ihre Ausschüttungen seit mindestens 25 Jahren stetig erhöhen. Sie handeln derzeit mit einem Abschlag von 20 % gegenüber dem Gesamtmarkt.
Warum passiert das ausgerechnet jetzt? Drei Kräfte treiben die Kurse nach oben:
Die US-Notenbank senkt die Zinsen. Das macht Dividenden attraktiver als Staatsanleihen.
Unruhen in Venezuela und Spannungen am Persischen Golf treiben die Preise für Energie und Rohstoffe.
Ein eisiger Winter führte zu sogenannten Freeze-offs. Dabei friert das Erdgas direkt im Bohrloch ein, was die Produktion verknappt und die Preise befeuert.
Besonders Rohstoff- und Materialwerte führen die Rotation an. Sie befinden sich im Leading-Quadranten, zeigen also die höchste Stärke am Markt. Basiskonsumgüter erzielten 2026 bisher einen inflationsbereinigten Ertrag von über 12 %.
Die Kassen der Unternehmen bleiben prall gefüllt. Experten erwarten für 2026, dass US-Firmen die Rekordsumme von fast 830 Milliarden Dollar an ihre Aktionäre verteilen. Das ist ein Zuwachs von 6,5 % gegenüber dem Vorjahr. Vor allem Versicherer, Medienhäuser und die Rüstungsindustrie sitzen am Hebel. Wenn Du jetzt auf Sachwerte setzt, kaufst Du Dir Sicherheit und einen stetigen Geldfluss für Dein Depot.
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🏰 Burggräben aus Stahl und Gas: So schützt Du Dein Kapital
Software-Aktien stürzten seit Jahresbeginn ab. Selbst die Magnificent Seven – jene sieben Tech-Riesen, die lange als unbesiegbar galten – verloren 7 % an Boden. Der Markt flüchtet zurück zu Dingen, die man anfassen kann: Flugzeuge, Fabriken, Nahrung.
Dieser Schwenk ist Dein Glück, wenn Du auf Dividenden setzt. Dividenden-Strategien haben den breiten Markt schon 2025 geschlagen und profitieren jetzt massiv von den Zinssenkungen der Notenbank. Die Dividenden-Aristokraten – Unternehmen, die ihre Ausschüttung seit mindestens 25 Jahren jedes Jahr erhöhen – sind derzeit historisch günstig. Sie kosten nur etwa 80 % dessen, was der S&P 500 für seine Gewinne verlangt. Wir haben für Dich ein paar Titel analysiert, die genau jetzt zeigen, was ein echter Burggraben wert ist.
Dein Research im Gesundheitssektor sollte bei 👉Becton Dickinson beginnen. Das Unternehmen ist kein klassischer Pharmariese, sondern der Werkzeugmacher der Medizin. Sie produzieren Einwegspritzen, Katheter und Laborsysteme für 190 Länder. Der Clou: Das Geschäft folgt dem Razor-and-Blades-Muster. Das bedeutet, das Grundgerät wird einmal verkauft, aber der Kunde muss konstant teure Verbrauchsmaterialien nachkaufen.
Da 👉Becton tief in die Abläufe der Krankenhäuser integriert ist, sind die Wechselkosten für die Kunden gewaltig. Wer tauscht schon seine gesamte Infrastruktur aus, nur um ein paar Cent bei der Spritze zu sparen? Seit 54 Jahren erhöht Becton Dickinson die Dividende. Für 2026 sieht die Prognose glänzend aus, weil der Konzernumbau die Margen – also das Verhältnis von Gewinn zu Umsatz – nach oben treibt.
👉Abbott Laboratories spielt in einer ähnlichen Liga, ist aber breiter aufgestellt. Von Herzklappen bis hin zur Babynahrung ist alles dabei. Besonders stark ist Abbott bei der Diagnostik und den Diabetes-Sensoren. Das FreeStyle-Libre-System wächst zweistellig. Hier schützt ein massives Patentportfolio das Geschäft. Mit einer Bruttomarge von 55 % zeigt Abbott, wie profitabel Medizintechnik ist. Die Bruttomarge gibt an, wie viel vom Umsatz nach Abzug der direkten Herstellungskosten übrig bleibt. Der Konzern erwirtschaftet eine Rendite auf das investierte Kapital (ROIC), die deutlich über seinen Kapitalkosten liegt. Das ist das sicherste Zeichen für ein Unternehmen, das echten Wert schafft.
Kommen wir zu den Handwerkern des Marktes. 👉Fastenal hat sich von einem Schraubenhändler zu einem Logistik-Giganten gewandelt. Ihr Geheimnis ist das On-Site-Modell. Fastenal stellt Verkaufsautomaten und kleine Lager direkt in die Fabrikhallen ihrer Kunden. Wenn ein Arbeiter einen Bohrer benötigt, zieht er ihn dort. Das macht Fastenal unverzichtbar. Ein Kunde, der seine gesamte Materialversorgung so eng mit einem Lieferanten verzahnt hat, wechselt nicht einfach zur Konkurrenz. Das Ergebnis ist eine Kapitalrendite von 33 %. Für 2026 planen sie ein zweistelliges Umsatzwachstum, primär durch die digitale Inventarverwaltung.
👉Nordson ist der Spezialist für Präzision. Sie bauen Anlagen, die Klebstoffe oder Beschichtungen hauchdünn auftragen – etwa in der Chipfertigung oder bei medizinischen Kathetern. Über die Hälfte des Umsatzes stammt aus Ersatzteilen und Verbrauchsmaterialien. Das macht das Geschäft extrem stabil, auch wenn die Konjunktur einmal stottert. Wenn eine Produktionsstraße einmal auf Nordson kalibriert ist, bleibt sie es. Ein Wechsel würde teure Ausfallzeiten und neue Zertifizierungen bedeuten. Nordson profitiert massiv vom Boom bei Elektroautos und der Medizintechnik. Im ersten Quartal 2025 wuchs die Medizinsparte bereits um 21 %.
Der Weltmarktführer für Industriegase, 👉Linde, besitzt einen der weltweit breitesten Burggräben. Sie liefern Sauerstoff, Stickstoff und Wasserstoff direkt per Pipeline oder in Tanks zu ihren Kunden. Das Geschäft ist durch langfristige Verträge mit Mindestabnahmeverpflichtungen abgesichert. Wer eine Chemiefabrik oder ein Stahlwerk betreibt, kann nicht einfach auf die Gase von Linde verzichten. Zudem kontrollieren nur drei Anbieter den Weltmarkt, was einen ruinösen Preiskampf verhindert. Linde setzt jetzt voll auf den Wasserstoffmarkt und die Chip-Industrie. Neue Chipfabriken in den USA benötigen hochreine Gase, die kaum ein anderer in dieser Qualität liefern kann. Der freie Cashflow – also das Geld, das nach allen Investitionen wirklich in der Kasse bleibt – lag zuletzt bei 1,57 Milliarden Dollar in nur einem Quartal.
Bei 👉A.O. Smith dreht sich alles um heißes Wasser. In Nordamerika beherrschen sie über 50 % des gewerblichen Marktes für Warmwasserbereiter. Da 80 % der Käufe reine Ersatzkäufe sind – wenn der alte Boiler kaputtgeht, muss sofort ein neuer her –, ist das Geschäft kaum zyklisch. Der große Treiber für 2026 ist die Dekarbonisierung. Neue US-Vorschriften erzwingen den Umstieg auf hocheffiziente Wärmepumpen-Boiler. A.O. Smith ist hier technologisch führend und profitiert von staatlichen Steuergutschriften. Nach Rekordgewinnen im Jahr 2025 erwarten einige Analysten für dieses Jahr ein weiteres Gewinnwachstum von 4 %.
👉Atmos Energy ist ein klassisches Monopol. Als reiner Erdgasverteiler betreibt das Unternehmen Pipelines in acht US-Bundesstaaten. Die Preise, die Atmos verlangen darf, werden staatlich festgelegt. Das klingt langweilig, ist aber eine Lizenz zum Gelddrucken. Die Erträge sind durch Regulierungsmechanismen abgesichert. Atmos modernisiert derzeit sein Pipeline-Netz massiv. Bis 2030 soll die Basis für diese Erträge auf bis zu 44 Milliarden Dollar anwachsen. Mit 39 Jahren an Dividendenerhöhungen in Folge und einer Ausschüttungsquote von nur 45 % erscheint die Dividende hier so sicher wie ein Schweizer Tresor.
👉Church & Dwight ist der David gegen die Goliaths wie Procter & Gamble. Mit Marken wie Arm & Hammer (Backpulver) oder Trojan (Kondome) besetzen sie Nischen. Obwohl sie keinen klassischen Burggraben durch Größe haben, glänzen sie mit einer Bruttomarge von fast 45 %. Das zeigt die enorme Markenstärke. Besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten punkten sie, da viele ihrer Produkte im unteren Preissegment angesiedelt sind. Die internationale Expansion bietet zudem noch viel Platz für Wachstum.
Zuletzt schauen wir auf 👉General Dynamics. In einer politisch unsicheren Welt ist Rüstung ein Wachstumsmarkt. Das Unternehmen baut U-Boote der Columbia-Klasse und gepanzerte Fahrzeuge. Der Zugang zu geheimen Regierungsprogrammen und jahrzehntelange Beziehungen zum Pentagon sind Mauern, die kaum ein neuer Wettbewerber überwinden könnte. Die geopolitische Wende in Europa treibt die Auftragsbücher nach oben. Da General Dynamics zudem zivile Businessjets baut, ist das Risiko gut verteilt. Die Ausschüttungsquote liegt bei recht niedrigen 38 %, was viel Raum für künftige Erhöhungen lässt.
Du siehst: Während die digitale Welt korrigiert, verdienen die Herrscher der physischen Welt prächtig. Die Kombination aus sinkenden Zinsen, stabilen Cashflows und historisch niedrigen Bewertungen macht diese Aktien zu einem starken Anker für Dein Portfolio. Dividenden sind im Jahr 2026 nicht mehr nur ein nettes Extra, sondern vielleicht sogar der Hauptmotor für Rendite.
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