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SpaceX ist jetzt öffentlich handelbar. 118 Millionen Dollar flossen allein am ersten Tag von Privatanlegern in die Aktie, 18 Millionen davon in den ersten zwanzig Minuten. Elon Musk hält dabei 84 % der Stimmrechte. Was das für dich als Investor bedeutet, was Starlink wirklich wert ist und warum die aktuelle Bewertung viele Analysten skeptisch macht – das liest du heute im großen SpaceX-Stück.
Und weil der Weltraum gerade Hochkonjunktur an der Börse hat, schauen wir uns auch einen spannenden Space-ETF an. Viel Spaß beim Lesen.
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IPO
🧮 1,8 Billionen Dollar? Was SpaceX wirklich wert sein könnte
184 Millionen Dollar flossen am ersten Handelstag von Privatanlegern in 👉SpaceX-Aktien, davon 18 Millionen in den ersten 20 Minuten. Es war ein kollektiver Rausch. Und genau deshalb lohnt es sich, einen kühlen Kopf zu bewahren und die Zahlen hinter dem Hype zu lesen.
👉SpaceX ist kein klassisches Raumfahrtunternehmen. Hinter dem Ticker SPCX stecken drei grundverschiedene Geschäfte: Starlink (Satelliten-Internet), das klassische Raumfahrt-Segment und ein neu geformtes KI-Geschäft, das xAI, Grok und X unter einem Dach vereint.
Das Herzstück ist Starlink. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte das Segment 11,4 Milliarden Dollar Umsatz (ein Wachstum von fast 50 % gegenüber dem Vorjahr.) Das bereinigte EBITDA lag bei 7,2 Milliarden Dollar, fast zehnmal so hoch wie im Raumfahrt-Segment. Starlink hat über 10 Millionen Abonnenten in 164 Ländern und betreibt ein Netzwerk von mehr als 9.600 Satelliten in erdnaher Umlaufbahn. Der nächste Konkurrent, 👉Amazons Projekt Leo, plant bis 2028 gerade mal 3.200 Satelliten.
Dann ist da das KI-Geschäft, und das erzählt eine völlig andere Geschichte. Im Geschäftsjahr 2025 standen 3,2 Milliarden Dollar Umsatz einem operativen Verlust von 6,4 Milliarden Dollar und Investitionsausgaben von 12,7 Milliarden Dollar gegenüber. Im ersten Quartal 2026 allein hat dieses Segment bereits 7,7 Milliarden Dollar Capex verbrannt, viermal so viel wie die anderen beiden Segmente zusammen.
Als Gegengewicht präsentiert 👉SpaceX einen Cloud-Vertrag mit 👉Alphabet: 11 Milliarden Dollar jährlich für den Zugang zu 110.000 Nvidia-GPUs, ab Oktober 2026 bis Juni 2029. Der Vertrag enthält eine Kündigungsklausel mit 30 bis 90 Tagen Frist für beide Seiten. Wer das als gesichertes Backlog verbucht, rechnet sich wahrscheinlich eher etwas schön.
Der Börsengang selbst wirft grundlegende Fragen auf. Obwohl 👉SpaceX bei einer Bewertung von 1,77 Billionen Dollar an die Börse gegangen ist und damit den bisherigen Rekordhalter Saudi Aramco (25,6 Milliarden Dollar, 2019) weit hinter sich lässt, wurden weniger als 5 % der Stimmrechte in den Streubesitz gegeben. Elon Musk hält 93,3 % der stimmrechtsstarken Class-B-Aktien, die 10 Stimmen pro Anteil gewähren – gegenüber einer Stimme bei den öffentlich gehandelten Class-A-Aktien. Unterm Strich kontrolliert Musk 84,3 % der gesamten Stimmrechte. Er ist gleichzeitig CEO, CTO und Chairman und jede Abberufung erfordert seine eigene Zustimmung.
Die aktuelle Bewertung von 1,8 Billionen Dollar lässt sich seriös nur über eine Summe-der-Teile-Analyse (SOTP) annähern, weil 2 von 3 Segmenten unrentabel sind. Ein DCF-Modell funktioniert hier nicht.
Selbst im sehr optimistischen Szenario – Starlink mit dem 35-fachen EBITDA bewertet, dem Space-Segment ein Mars-Options-Wert zugerechnet, das KI-Segment analog zu OpenAIs Bewertungsmultiple eingesetzt – kommt eine fundierte Analyse auf einen Eigenkapitalwert von maximal rund 760 Milliarden Dollar. Die Bewertung von 1,8 Billionen Dollar liegt damit beim 2,36-fachen eines bereits sehr bullischen Szenarios.
Hinzu kommt ein strukturelles Risiko, das gerne ignoriert wird: Die sogenannte IPO-Rendite-Falle. Frühzeitige Investoren und Insider nutzen den Börsengang oft, um zu Höchstkursen auszusteigen. Retail-Investoren kaufen in der Euphorie und halten am Ende die Verluste. Das ist eine statistisch belegte Tendenz. Einzel-Investoren kauften allein am ersten Tag SPCX-Aktien im Wert von 118 Millionen Dollar netto. Das ist natürlich ein Zeichen für Vertrauen, aber auch ein Warnsignal für blinden Optimismus.
👉SpaceX wird laut den Indexanbietern FTSE Russell und Nasdaq schnell in die großen globalen Indizes aufgenommen, in den Nasdaq 100, den FTSE All-World und in MSCI-Standardindizes. Passiv-Investoren, also praktisch jeder mit einem globalen ETF oder einem Pensionsfonds, werden automatisch zu SpaceX-Aktionären. Ob sie wollen oder nicht. S&P Dow Jones hingegen hat seine Aufnahmeregeln nicht angepasst, weshalb SpaceX nicht sofort in den S&P 500 kommt.
Das Ergebnis: Die breite Investorengemeinschaft übernimmt das Downside-Risiko von Musks KI-Ambitionen, und zwar ohne Mitspracherecht, ohne Möglichkeit zur Kontrolle.
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Fonds unter der Lupe
🚀 +378 % in 4 Jahren: Dieser ETF macht den Weltraum zum Rendite-Booster
Seit Auflage im Juni 2022 hat der 👉VanEck Space Innovators ETF mehr als 378 % zugelegt. Und das in weniger als vier Jahren. Mit nur 25 Positionen. Der Ticker lautet JEDI – weil VanEck weiß, dass eine gute Investmentstory auch die richtige Verpackung braucht. Die entscheidende Frage ist aber, ob dieser Lauf nachhaltig ist oder ob der SpaceX-IPO-Hype gerade alles nach oben zieht, was nicht niet- und nagelfest ist.
Der 👉VanEck Space Innovators ETF bildet den MVIS Global Space Industry ESG Index nach. Und er ist weltweit der einzige ETF auf diesen Index. Kein Wettbewerb bedeutet keinen Preisdruck: Die TER von 0,55 % liegt fast dreimal so hoch wie beim 👉iShares Core MSCI World (0,2 %). Noch relevanter ist die Tracking-Differenz, also die tatsächliche Kostenbelastung, gemessen als Abstand zur Indexrendite. Aber es gibt eben (noch) keine Alternative auf diesem Sektor.
Aufgenommen wird nur, wer den Großteil seiner Einnahmen aus echten Raumfahrtgeschäften erzielt, also aus Weltraumforschung, Raketenbau und Antriebssystemen, Satellitenausrüstung oder Weltraumkommunikation. Das hält Trittbrettfahrer draußen und macht das Portfolio fokussierter als die meisten Themen-ETFs.
Knapp 40 % entfallen aktuell auf US-Unternehmen. Sektoral dominiert laut aktuellen Daten Industrie mit 38,68 %, gefolgt von Kommunikation (36,62 %), Business Services (16,19 %) und Software & Cloud (8,50 %). Wichtige Verschiebung gegenüber den Vormonaten: Die größte Einzelposition ist nun 👉Rocket Lab mit 9,91 %, gefolgt von 👉Planet Labs (8,12 %), 👉Intuitive Machines (6,55 %), 👉Viasat (6,48 %) und 👉AST SpaceMobile (6,39 %). 👉EchoStar ist kürzlich aus den Top-Positionen herausgefallen – ein deutlicher Hinweis auf die hohe Rotation innerhalb des Portfolios.
Allein 2026 legte 👉der ETF in Euro bereits über 50 % zu (YTD). Über sechs Monate waren es rund 62%. Über 12 Monate steht ein Plus von 148 %. 2025 waren es mehr als 73 %, 2024 immerhin 51 %. Nur 2023 blieb es mit knapp 8% deutlich ruhiger.
Achtung: Die Volatilität bleibt etwa viermal so hoch wie beim MSCI World. Das Produkt bleibt ein konzentriertes Nischen-Investment mit entsprechenden Schwankungsrisiken. Gleichzeitig zeigt der hohe Sharpe Ratio, dass die Rendite das eingegangene Risiko bisher deutlich überkompensierten hat.
Die physische Vollreplikation erscheint sauber: keine Wertpapierleihe, keine synthetischen Konstrukte. Das ESG-Screening schließt Hersteller umstrittener Waffen aus. Die SFDR-Klassifikation als Artikel 8 bedeutet, dass Nachhaltigkeitsmerkmale berücksichtigt werden.
Erstellung und Verbreitung: Dieser Beitrag wurde von einem Redakteur der Finanzen.net GmbH, Gartenstraße 67, 76135 Karlsruhe, erstellt. Wir, die Finanzen.net Zero GmbH, haben diesen Beitrag unverändert in diesem Mailing übernommen. Die Finanzen.net GmbH hat uns zugesichert, dass dieser Beitrag mit größter Sorgfalt erstellt und zuvor keinem anderen Empfängerkreis zugänglich gemacht worden ist.
Interessen und Interessenkonflikte: Der erstellende Redakteur hält Eigenpositionen an den besprochenen Finanzinstrumenten.
Die Finanzen.net ZERO GmbH profitiert wirtschaftlich davon, wenn Empfänger dieses Mailings die besprochenen Finanzinstrumente über unsere Brokerfunktion handeln.
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