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stell Dir vor, ein Unternehmen hat jahrelang keiner verstanden – und ist trotzdem zur meistdiskutierten Aktie der vergangenen Monate geworden. Heute dreht sich alles um Palantir.
Wir zeigen Dir, warum Anthropics milliardenschweres Wachstum Palantirs Burggraben nicht mal kratzt und was wirklich hinter diesem Moat steckt. Kein Code. Keine KI.
Außerdem: Spannende Aktien aus Palantirs Ökosystem, die Du kennen solltest. Für jeden Anlegertyp ist etwas dabei.
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Wunschanalyse
🧠 Palantirs Moat steckt nicht im Code – er steckt im Kopf des Kunden
Stell Dir vor, Du verbringst Monate damit, das gesamte operative Nervensystem eines Großkonzerns digital nachzubauen, jeden Lieferanten, jede Produktionsorder, jede Datenquelle, und wirst dabei so tief in die Unternehmenskultur eingewoben, dass niemand mehr weiß, wo die Firma aufhört und Deine Software anfängt. Genau das ist 👉Palantirs Geschäftsmodell. Und genau deshalb ist die Frage nicht, ob Anthropic oder andere KI-Anbieter dieses Modell zerstören können, sondern ob diese überhaupt das gleiche Spiel spielen.
👉Palantirs US-Geschäft wuchs im vierten Quartal 2025 um 137 % gegenüber dem Vorjahr. Das ist der stärkste Wert in der Unternehmensgeschichte, erzielt in demselben Quartal, in dem Anthropic seinen explosiven ARR-Anstieg meldete. Der Gesamtumsatz für das Geschäftsjahr 2025 belief sich auf 4,475 Milliarden Dollar, ein Plus von 56 % gegenüber dem Vorjahr. Und für 2026 hat Palantir einen Umsatz von über 7,1 Milliarden Dollar angekündigt, was einem weiteren Wachstum von rund 61 % entspräche.
👉Palantir baut nicht nur Software. Palantir baut einen digitalen Zwilling des Kundenunternehmens, der echte Objekte wie Lieferanten oder Produktionsaufträge in ihren Beziehungen zueinander abbildet. Sprachmodelle wie Claude oder GPT-4 werden nicht an rohe Daten angeschlossen, sondern an diese Zwillinge. Das ist der entscheidende Unterschied zu allem anderen am Markt. Ein Unternehmen, das einmal Monate damit verbracht hat, seine gesamte Betriebsrealität in ein Palantir-System zu überführen, kann diese nicht einfach migrieren.
Die Net Revenue Retention (NRR), also der Anteil des Umsatzes, der durch Bestandskunden wächst statt schrumpft, lag im vierten Quartal 2025 bei 139 %. Das bedeutet, dass bestehende Kunden im Schnitt deutlich mehr ausgeben als im Vorjahr. Zum Vergleich: Für typische SaaS-Unternehmen gelten 110 bis 120 % bereits als exzellent.
Etwa 45 % von 👉Palantirs Umsatz stammen von US-Behörden, mit einer Churn-Rate nahe null. Im August 2025 sicherte sich das Unternehmen einen Rahmenvertrag mit der US Army über bis zu 10 Milliarden Dollar für 10 Jahre. Dabei wurde kein neuer Vertrag geschlossen, sondern 75 bestehende Einzelverträge wurden unter einem einzigen Dach konsolidiert. Spannend, denn wer die Pentagon-Freigaben für klassifizierte Cloud-Arbeit erhalten will (IL5/IL6-Zertifizierung), braucht dafür typischerweise mehrere Jahre.
Um 2010 erfand 👉Palantir das Modell der „Forward Deployed Engineers“ (FDEs). Das sind hochqualifizierte Ingenieure, die dauerhaft beim Kunden arbeiten, nicht im Palantir-Büro. Sie deployen keine Software, sie denken sich in die Kultur des Kunden ein. Das institutionelle Wissen, das dabei entsteht, gehört in einem realen Sinne niemandem mehr vollständig. Der stärkste Beweis für den Wert dieses Modells: Stellenausschreibungen für „Forward Deployed Engineers“ sind im vergangenen Jahr branchenweit um mehrere Hundert Prozent gestiegen – explizit auch bei Anthropic. Der Wettbewerb kopiert also Palantirs Vertriebsmodell.
Anthropic meldete im März 2026 einen ARR von über 30 Milliarden Dollar. Das ist ein Anstieg von rund 1.400 % gegenüber dem Vorjahr. Diese Zahl löste die sogenannte SaaSpocalypse-Erzählung aus: die Angst, dass KI-Modelle alle Software überflüssig machen. Auch der Kurs von Palantir litt kurzfristig darunter.
Das Problem an dieser Erzählung: Anthropics ARR ist strukturell nicht vergleichbar mit 👉Palantirs Umsatz. Anthropic verdient Geld über tokenbasierte API-Zugriffe für Entwickler, Enterprise-Flat-Rate-Verträge und Cloud-Distribution über AWS, Google und Azure. Palantir dagegen verkauft ergebnisabhängige Langzeitverträge, bei denen die Lösung erst dann vollständig greift, wenn sie tief in den Betrieb integriert ist. Wer bei Anthropic aufhört zu zahlen, verliert den Zugang zu Claude. Wer bei Palantir aufhört zu zahlen, verliert den digitalen Zwilling seines Unternehmens.
Hinzu kommt: Anthropic ist modellabhängig. Wenn OpenAI oder ein chinesisches Labor morgen ein deutlich besseres Modell veröffentlicht, haben Anthropics Kunden einen einfachen Ausweg: den API-Key tauschen. Palantir ist anders: AIP integriert Claude, GPT-4, Llama und andere LLMs je nach Bedarf. Anthropic ist für Palantir also eher ein Lieferant und kein wirklicher Konkurrent.
Die echte Disruption: Die SaaSpocalypse trifft standardisierte, sitzplatzbasierte SaaS-Produkte mit austauschbaren Workflows: einfache CRM-Systeme, Content-Management-Tools, Kundensupport-Plattformen. Wenn 10 KI-Agenten 100 Mitarbeiter ersetzen, braucht ein Unternehmen auch nur noch 10 Lizenzen statt 100. Das ist ein echter Strukturwandel. Wer die ersten Anzeichen einer echten „SaaSpocalypse“ erkennen will, sollte nicht auf Palantirs Zahlen schauen, sondern vielleicht eher auf die von 👉Microsoft und 👉SAP. Wenn Unternehmen anfangen, ihre teuersten Software-Abonnements zu kündigen, ist das wie der berühmte Kanarienvogel in der Kohlemine.
Peers
📊 Von Datengravitation bis Gründer-Abhängigkeit: Der Enterprise-AI-Markt im Check
Ein Cloud-Backlog von 77,3 Milliarden Euro. Gesichert. Vertraglich festgeschrieben. Kaum kündbar. Das ist nicht Palantirs Bilanz, das ist 👉SAP, das älteste und am tiefsten verwurzelte Software-Unternehmen Europas. Und genau diese Zahl erklärt, warum der KI-Enterprise-Boom nicht nur eine Geschichte über eine einzige Aktie ist. Rund um Palantir wächst ein Ökosystem aus Zulieferern, Konkurrenten und Peers – manche mit starkem Moat, manche mit strukturellen Rissen. Du musst natürlich nicht alles davon kaufen. Aber Du solltest wissen, was Du Dir anschaust.
Ein spannendes Experiment fand im Sommer 2025 statt, unfreiwillig. Gründer Tom Siebel übergab die operative Führung an Stephen Ehikian, und 👉C3.ai zog sofort seine Jahresprognose zurück. Nicht wegen eines schlechten Produkts. Sondern weil Siebels persönliches Vertriebsnetzwerk offenbar für einen Großteil der Abschlüsse sorgte. Wenn ein Unternehmen seinen CEO verliert und dabei auch gleich seinen Umsatz, ist das ein strukturelles Problem.
Die Zahlen bestätigen diesen Eindruck. Im dritten Quartal 2025/26 lag der Umsatz bei 53,3 Millionen Dollar, rund 30 % unter dem Analystenkonsens von 75,82 Millionen Dollar. Der Non-GAAP-operative Verlust für das Gesamtjahr soll bis zu 228 Millionen Dollar betragen. Und das bei einem Jahresumsatz von maximal 251 Millionen Dollar. Zum Vergleich: Palantir erzielt heute in einem einzigen Quartal mehr als das Doppelte dieses Jahresumsatzes, mit steigender Gewinnmarge.
Das einzige echte Argument für 👉C3.ai: Die aktuelle Bewertung preist bereits viel Schmerz ein. Das allein ist kein Kaufgrund. Aber es erklärt, warum Spekulanten die Aktie auf dem Radar haben.
👉Snowflake trägt Palantir. Die Multi-Cloud-Datenplattform ist die Infrastrukturschicht, auf der Enterprise-KI-Anwendungen erst funktionieren. Wer einmal petabyteweise Unternehmensdaten auf Snowflake gespeichert und strukturiert hat, bewegt diese Daten nicht mehr freiwillig. Dieses Phänomen heißt Datengravitation, und es erzeugt einen ökonomischen Moat, ohne dass Snowflake einen einzigen „Forward Deployed Engineer“ beim Kunden sitzen hat.
Im letzten Quartal meldete das Unternehmen Erlöse von 1,28 Milliarden Dollar, ein Plus von 30 % gegenüber dem Vorjahr. Die Net Revenue Retention, also der Anteil des Umsatzes, der durch Bestandskunden wächst, lag bei 125 %. Das ist exzellent für einen Infrastrukturanbieter. KI-Funktionen treiben bereits die Hälfte aller Aufträge an. Eine 200-Millionen-Dollar-Partnerschaft mit Anthropic erweitert die Plattform um Claude-Modelle, die direkt auf den Kundendaten laufen.
Kein Unternehmen in dieser Runde hat einen strukturell vergleichbaren Moat, und keines wird dafür so wenig gefeiert wie 👉SAP. Über 440.000 Kunden weltweit nutzen SAP-ERP als operatives Nervensystem. Ein Wechsel kostet typischerweise mehrere Jahre Projektlaufzeit und achtstellige Beratungskosten.
Der Cloud-Umsatz wuchs im Gesamtjahr 2025 um 26 % auf 21 Milliarden Euro. Der Cloud-Backlog, also bereits vertraglich gesicherte zukünftige Erlöse, stieg auf 77,3 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Palantirs gesamter Jahresumsatz 2025 betrug 4,5 Milliarden Dollar. Der KI-Assistent Joule, der direkt in ERP-Workflows eingebettet ist, wurde 2025 neunmal häufiger genutzt als im Vorjahr und war im zuletzt in zwei Dritteln aller Cloud-Abschlüsse enthalten.
👉SAP ist eine Compounding-Maschine mit 10 Milliarden Euro Free Cashflow pro Jahr. Für alle, die Palantirs Moat-Logik überzeugt, aber Palantirs Bewertung scheuen, ist SAP die etwas konservativere Antwort auf dieselbe Frage.
Mit 41,5 Milliarden Dollar Jahresumsatz ist 👉Salesforce das weltweit größte CRM-Unternehmen – und der prominenteste Kandidat für eine SaaSpocalypse-Opfergeschichte. Arbeitsplatzbasierte CRM-Lizenzen für standardisierte Vertriebsprozesse sind exakt das, was KI-Agenten als Erstes ersetzen können.
Die Gegenwehr heißt Agentforce. Die autonome KI-Plattform erreichte in den ersten 15 Monaten nach Launch über 29.000 unterzeichnete Deals und einen ARR von 800 Millionen Dollar. Das Management spart mit dem eigenen Einsatz von Agentforce bereits 100 Millionen Dollar jährlich an internen Supportkosten. Das zeigt: Die Technologie funktioniert.
Das Risiko bleibt: KI-native CRM-Startups könnten Salesforce bei Neukunden komplett umgehen, während Bestandskunden weniger Lizenzen benötigen, weil Agenten ihre Mitarbeiter ersetzen.
👉BigBear.ai bedient Verteidigungs- und Sicherheitsbehörden (unter anderem DoD, FBI, CIA, NSA) mit KI-gestützter Entscheidungsunterstützung. Im vierten Quartal 2025 brach der Umsatz um 38 % auf 27,3 Millionen Dollar ein, weil ein einzelner Army-Vertrag wegfiel. Das ist das Kernrisiko: zu wenige Kunden, zu viel Konzentration.
Das Bull-Case-Argument steckt in der Bilanz: 462 Millionen Dollar in Barmitteln und Investitionen bei 128 Millionen Dollar Jahresumsatz. Dazu kommt die Übernahme von Ask Sage, die Zugang zu 16.000 Regierungsteams und 100.000 Bundesbehörden-Nutzern mitbrachte – ein Distributionsnetz, das kein Startup in einem Jahr aufbaut. Wer glaubt, dass steigende US-Verteidigungsbudgets auch kleinere KI-Spezialisten mit Regierungszugang beflügeln, findet hier womöglich einen spannenden Hebel. Doch die Volatilität kann hoch sein.
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