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Greg Abel hat 100 Tage als Berkshire-Chef hinter sich und er hat keine Zeit verschwendet. 9,7 Milliarden fßr OxyChem, 1,8 Milliarden fßr Tokio Marine, Aktienrßckkäufe nach zwei Jahren Pause. Der Mann handelt.

Dazu schauen wir uns Berkshires Portfolio genauer an. Pizza, Zeitungen, japanische Handelshäuser, der weltbeste Versicherer: Positionen mit einem gemeinsamen Nenner, den viele Anleger noch ßbersehen.

Viel Spaß beim Lesen – und vielleicht entdeckst Du dabei die eine oder andere Idee, die Du bislang noch nicht auf dem Schirm hattest.

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👉Chevron

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👉Itochu

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👉Sumitomo

Berkshire Hathaway

🔄 Buffetts Nachfolger räumt das Portfolio auf: Was bleibt, was geht

373 Milliarden Dollar. So viel Cash liegt bei 👉Berkshire Hathaway gerade auf dem Konto – ein Rekordwert, aufgebaut in den vergangenen Jahren unter Warren Buffett. Der neue Chef Greg Abel hat seit dem 1. Januar 2026 genau 100 Tage Zeit gehabt, diesen Berg anzugehen. Und er hat bereits angefangen. Die Frage ist: Wie aggressiv wird er das noch tun, wenn die nächste Krise kommt?

Eines erscheint klar: Abel ist kein Klon. Er hat dasselbe rustikale Midwestern-Charisma, dieselben Werte, aber einen fundamental anderen Führungsstil. Buffett ließ Führungskräfte im Amt, auch wenn sie nicht lieferten. Er verabscheute Konflikte. Abel nicht. 

Abel verdient 25 Millionen Dollar im Jahr – das 250-Fache von Buffetts symbolischen 100.000 Dollar. Was dabei fast untergeht: Er hat rund 15 Millionen Dollar netto davon sofort in 👉Berkshire-Aktien der Klasse A investiert. Sein gesamtes Nettojahresgehalt. Wer das als reine PR abtut, unterschätzt das Signal. Abel richtet seine persönlichen Interessen vollständig auf die der Aktionäre aus – kein Polster, kein Diversifizieren. Dazu hat er das Aktienrückkaufprogramm nach fast zwei Jahren Pause wieder aufgenommen. Das war Buffetts bevorzugtes Werkzeug, wenn er Berkshire-Aktien für unterbewertet hielt.

Abel hat keine Zeit verloren. Den größten Schlag, die Übernahme von OxyChem, der Chemikaliensparte von 👉Occidental Petroleum, für 9,7 Milliarden Dollar in bar, hatte er noch als Vizevorsitzender mitgestaltet, aber der Abschluss fiel in seine Amtszeit. Zum Vergleich: Die letzte ähnlich große Akquisition war die Alleghany-Übernahme 2022 für 11,6 Milliarden Dollar.

Abels erster wirklich eigenständiger Zug kam am 23. März 2026: eine 2,49-prozentige Beteiligung an 👉Tokio Marine Holdings, Japans größtem Versicherungskonzern, für 1,8 Milliarden Dollar. Das ist deshalb clever, weil 👉Berkshire die Investition über Yen-Anleihen zu 1,2 % Zinsen finanziert und gleichzeitig eine Dividendenrendite von 1,77 % kassiert. Berkshire verdient also per saldo Geld, nur für das Halten der Position. Obendrauf existiert eine Option, den Anteil ohne weitere Genehmigungen auf 9,9 % auszubauen. Der Kurs von 👉Tokio Marine stieg am Tag der Bekanntgabe um 6,5 %.

Todd Combs, einer der beiden Investmentmanager, die Buffett über die Jahre aufgebaut hatte, verließ 👉Berkshire im Dezember 2025 Richtung JPMorgan Chase. Abel verkaufte danach alle Aktien, die Combs verwaltet hatte, komplett. Und er plant, keinen Nachfolger einzustellen. Das Portfolio wird Abel allein führen. In seinem ersten Aktionärsbrief vom 28. Februar 2026 nannte er 👉Apple (Anteil: 1,6 %, Marktwert: 61,96 Milliarden Dollar), 👉American Express (22,1 %), 👉Coca-Cola (9,3 %) und 👉Moody’s (13,9 %) als Kernpositionen. 👉Bank of America und 👉Chevron stehen nicht auf dieser Liste.

Abel pendelt mehrmals pro Woche zwei Stunden von Des Moines nach Omaha, besucht Fßhrungsteams bei BNSF Railway und Berkshire Hathaway Energy persÜnlich, und hat sein Essen bei einem Mitarbeiterlunch kalt werden lassen, weil er zu sehr in die Fragen der Belegschaft vertieft war. Das sind kleine Details, aber sie erzählen viel ßber einen Mann, der sich lieber bewegt als verwaltet.

Berkshire Hathaway Energy hat unter Abel einmal ßber 11 Millionen Kunden versorgt und mehr als 10 % des Berkshire-Gewinns erwirtschaftet. Er kennt das operative Geschäft. Was er noch nicht bewiesen hat, ist, wie er mit 373 Milliarden Dollar umgeht, wenn die Märkte zusammenbrechen. 

Portfolio

🫧 Kennst Du schon diese Perlen aus dem Berkshire-Imperium?

85,7 % Combined Ratio. Wer diese Zahl kennt, weiß: Das ist nicht nur ein Versicherungsunternehmen, sondern eine Geldmaschine. 👉Chubb Limited, der weltgrößte börsennotierte Sach- und Haftpflichtversicherer, erzielte 2025 ein Underwriting Income von 6,53 Milliarden Dollar – Rekord, +11,6 % zum Vorjahr. Berkshire Hathaway hält 8,82 % an Chubb und hat die Position zuletzt um 9,31 % aufgestockt. Dahinter steckt ein Muster. Denn wenn Du Dir Berkshires aktuelles Portfolio anschaust, findest Du einige Positionen, die alle dasselbe Signal senden: Hier kauft jemand Burggräben, keine Wachstumsfantasien.

Der Begriff Combined Ratio bezeichnet das Verhältnis von Schäden plus Kosten zu eingenommenen Prämien. Liegt die Ratio unter 100 %, verdient der Versicherer am reinen Versicherungsgeschäft Geld. Der Branchendurchschnitt liegt 6 bis 8 Prozentpunkte über 👉Chubbs 85,7 %. Das bedeutet: Konkurrenten zeichnen schlechter und bezahlen das am Ende mit Verlusten. Chubb erzielte 2025 einen Gesamtgewinn von 10,31 Milliarden Dollar. Netto-Prämien stiegen um 5,4 % auf 47,56 Milliarden Dollar. Der Blue-Sky-Hebel liegt in Asien: Das Lebensversicherungsgeschäft wuchs dort um rund 15 %. Eine aufstrebende Mittelschicht, die Absicherung kauft, ist ein spannendes Thema für Jahrzehnte.

👉Mitsubishi ist das größte der fünf großen japanischen Handelshäuser, die gleichzeitig Investor, Lieferant, Händler und Infrastrukturentwickler sind. Berkshire hält 9,66 % der Aktien, im Wert von 6,82 Milliarden Dollar. Der Quartalscashflow lag zuletzt bei 83 % des gesamten Jahresziels. Hinzu kommt ein Aktienrückkaufprogramm von einer Billion Yen. Der strategische Kern ist LNG: Mitsubishi hält Lieferverträge, die Jahrzehnte laufen, und versorgt große Teile Asiens mit verflüssigtem Erdgas. Diese Infrastruktur kann kaum kopiert werden. Der Ukrainekrieg hat das Bewusstsein für Energiesicherheit in Japan und Südostasien nochmals geschärft und damit 👉Mitsubishis Preissetzungsmacht gestärkt.

👉Itochu, gegründet 1858, ist das Handelshaus mit dem stärksten Konsumgüter-Profil. 88 % der Konzerngewinne kommen inzwischen aus Nicht-Rohstoff-Segmenten – vor einem Jahr waren es noch 83 %. Die Strategie dahinter: Lebensmittel, Mode, IT und digitale Dienstleistungen schwanken weniger mit Rohstoffzyklen. Berkshire hält 8,53 % für 6,22 Milliarden Dollar und stockte den Anteil zuletzt um 14,29 % auf. Der Nettogewinn im dritten Quartal 2025 betrug 705,3 Milliarden Yen (+4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Das wirkt solide, nicht spektakulär, aber berechenbar. Genau das will Berkshire.

👉Marubeni ist innerhalb der japanischen Handelshäuser der Spezialist für Ernährung und Landwirtschaft. Das Unternehmen gehört zu den weltgrößten Getreidehändlern – ein Segment mit außergewöhnlich hohen Einstiegshürden. Globale Agrar-Lieferketten benötigen Jahrzehnte, um aufgebaut zu werden: Lagerkapazitäten, Transportinfrastruktur, Behördenbeziehungen, Erntezykluswissen. Berkshire hält 9,30 % im Wert von 2,45 Milliarden Dollar, hat zuletzt um 9,55 % aufgestockt. Der Blue-Sky-Treiber ist simpel: Die Weltbevölkerung wächst, Ackerland wird knapper, und wer die Logistik der Ernährung besitzt, wird gebraucht – unabhängig vom Konjunkturzyklus.

👉Sumitomo fällt oft als das vermeintlich langweiligste der japanischen Handelshäuser durch. Das ist ungerecht. Im dritten Quartal 2025 machte das Automobil-Segment 16,3 Milliarden Yen Gewinn, während Energie und Ressourcen rückläufig waren. Dahinter steckt ein bewusster Shift raus aus der Rohstoffabhängigkeit. Der Gesamtumsatz lag bei 5.382,7 Milliarden Yen (+1,2 % YoY), Nettogewinn bei 408,45 Milliarden Yen (-1,9 %). Der Rückgang beim Gewinn sollte nicht wegdiskutiert werden. Er spiegelt schwächere Rohstoffpreise wider. Aber 👉Sumitomos Infrastrukturgeschäft in Schwellenländern ist langfristig gebundenes Kapital mit staatlicher Absicherung. Berkshire hält zurzeit rund 9,41 %.

Die meisten sehen 👉Domino’s als reinen Pizzalieferanten. Berkshire erkennt hier jedoch einen Asset-light-Technologiekonzern, der Lizenzgebühren kassiert. Domino’s betreibt in den USA kaum eigene Filialen, verkauft aber Franchiselizenzen, verdient Service-Fees und baut Software. Über 20.000 Stores weltweit, davon mehr als 7.061 allein in den USA. Das Ziel: 7.700 bis 2028. Berkshire hält 9,96 % der Aktien für 1,40 Milliarden Dollar und stockte zuletzt um 12,34 % auf. 

Die 👉New York Times ist schon lange keine reine Zeitung mehr, sondern ein digitales Medien-Bundle: News, Games (Wordle hat alleine Millionen aktiver Nutzer), Cooking, Wirecutter und The Athletic. Ende 2025 zählte das Unternehmen 12,8 Millionen Abonnenten – 51 % davon als Bundle- oder Multi-Produkt-Kunden. Das ist entscheidend, weil Bundle-Kunden deutlich weniger kündigen als Einzel-Abonnenten. Der Umsatz im vierten Quartal 2025 betrug 802,3 Millionen Dollar (+10,4 % YoY), digitale Abo-Erlöse wuchsen um 13,9 %. Der ARPU, also der durchschnittliche Erlös pro digitalem Nutzer, stieg auf 9,72 Dollar. Das Ziel: 15 Millionen Abonnenten bis 2027. Berkshire hält 3,14 % im Wert von 351,7 Millionen Dollar. Dass die NYT gewinnt, während der Washington Post Abonnenten wegbrechen, sagt viel über die Qualität des Burggrabens.

Merke: Berkshire kauft keine heißen Tech-Aktien. Es kauft strukturelle Monopole: einen Versicherer mit überlegener Disziplin, Handelshäuser mit nur schwer reproduzierbaren Netzwerken, eine Pizzamarke mit Technologie-Kern, eine Zeitung mit 12,8 Millionen zahlenden Kunden. All diese Positionen eint ein Gedanke: Der Burggraben ist tiefer, als er auf den ersten Blick aussieht. Und Greg Abel, der neue Mann am Steuer, stockt sie weiter auf.

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Erstellung und Verbreitung: Dieser Beitrag wurde von einem Redakteur der Finanzen.net GmbH, Gartenstraße 67, 76135 Karlsruhe, erstellt. Wir, die Finanzen.net Zero GmbH, haben diesen Beitrag unverändert in diesem Mailing übernommen. Die Finanzen.net GmbH hat uns zugesichert, dass dieser Beitrag mit größter Sorgfalt erstellt und zuvor keinem anderen Empfängerkreis zugänglich gemacht worden ist.

Interessen und Interessenkonflikte: Der erstellende Redakteur hält Eigenpositionen an den besprochenen Finanzinstrumenten.

Die Finanzen.net ZERO GmbH profitiert wirtschaftlich davon, wenn Empfänger dieses Mailings die besprochenen Finanzinstrumente ßber unsere Brokerfunktion handeln.

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