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💸 KI-Speicher-Investments: Genialer Superzyklus oder die nächste Blase?
Vom unbemerkten KI-Gewinner bis zum taumelnden Chipleiter: Erfahre, welche Speicheraktien 2026 dein Depot wirklich zum Glühen bringen könnten.

Guten Morgen ,
hast Du Dich auch schon gefragt, warum die halbe Welt über Grafikkarten spricht, aber niemand über den Treibstoff, der sie antreibt? Ohne den richtigen Speicher bleibt selbst der stärkste KI-Chip nur ein teures Stück Silizium. Heute blicken wir deshalb hinter die Kulissen der Tech-Fabriken.
📉 Während ein ehemaliger Marktführer überraschend taumelt, feiert ein Emporkömmling Rekordmargen, die fast zu schön sind, um wahr zu sein. Wir analysieren, wo bloßer Hype endet und echte Preismacht beginnt. Es geht um ausgelastete Werke, politische Machtspiele in China und eine Aktie, deren Bewertung eigentlich jeden Logik-Check sprengen müsste.
💡 Schnall Dich an, denn die Zahlen in diesem Newsletter haben es in sich. Viel Spaß beim Lesen!
tl;dr
😍 Diese Unternehmen zeigen wir Dir heute
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🎮 Nvidia 💻 AMD 💾 SK hynix | ☁️ Microsoft 🔍 Alphabet 📦 Amazon 🔌 Intel |

Der Fear & Greed Index misst die aktuelle Stimmung am Aktienmarkt – von extremer Angst (0) bis zu gieriger Euphorie (100). Quelle: CNN
Aktie im Fokus
💰 Rekordgewinne und Cash-Berge: Die nackten Zahlen hinter Micron
Hast Du Dich in letzter Zeit gefragt, ob Du den KI-Zug schon verpasst hast? Während Schwergewichte wie Nvidia die Schlagzeilen beherrschen, hat sich klammheimlich ein anderer Player in Stellung gebracht, der für die künstliche Intelligenz absolut unverzichtbar ist: Micron Technology. Wenn Du Dir die nackten Zahlen ansiehst, wirst Du feststellen, dass Micron nicht nur die Hardware für die Zukunft liefert, sondern finanziell ziemlich gut dasteht.
💰 Schauen wir uns zuerst das fundamentale Fundament an, auf dem 👉Micron steht. Die Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026, die am 17. Dezember veröffentlicht wurden, waren stark. Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahr um satte 56,7 % auf 13,64 Milliarden US-Dollar. Aber das ist noch nicht alles: Der Gewinn pro Aktie (Nettogewinn geteilt durch die Anzahl der Aktien) schoss von 1,79 auf 4,78 Dollar hoch. Das ist ein Wachstum von 167 %. Besonders beeindruckend ist, dass die operative Marge (das Verhältnis von Betriebsgewinn zu Umsatz) auf 45 % expandiert ist. Micron verdient also nicht nur mehr, sondern arbeitet auch viel effizienter als früher.
🧠 Warum rennen die Kunden 👉Micron eigentlich die Bude ein? Das Zauberwort heißt HBM (High Bandwidth Memory). Das ist ein spezieller Hochleistungsarbeitsspeicher, der direkt neben KI-Chips platziert wird, um riesige Datenmengen blitzschnell zu verarbeiten. Ohne HBM sind die teuren Grafikkarten von Nvidia praktisch nutzlos. Und hier kommt der Clou: Die gesamte HBM-Produktion von Micron für das Kalenderjahr 2026 ist bereits restlos ausverkauft. Wenn die Nachfrage das Angebot so massiv übersteigt, hat das Unternehmen eine enorme Preismacht. Analysten erwarten, dass die Preise für DRAM (den Standard-Arbeitsspeicher in Computern) allein im ersten Quartal 2026 um weitere 55 % bis 60 % steigen könnten.
📉 Jetzt wird es richtig kurios. Trotz einer Kursrallye von etwa 75 % in den vergangenen drei Monaten erscheint Micron im Vergleich zu seinen Mitstreitern im Halbleitersektor recht günstig. Wenn wir uns das Forward P/E (das Kurs-Gewinn-Verhältnis basierend auf den erwarteten Gewinnen der nächsten 12 Monate) ansehen, liegt Micron im einstelligen Bereich. Zum Vergleich: AMD wird mit einem Forward P/E von über 36 gehandelt, Nvidia sogar mit über 60. Es wirkt fast so, als würde der Markt Micron immer noch wie einen langweiligen, zyklischen Chiphersteller behandeln und nicht wie den hochprofitablen KI-Enabler, der er heute ist.
🛡️ Aber Sicherheit geht vor, und 👉Micron hat seine Hausaufgaben erledigt. Das Unternehmen sitzt auf einem Cash-Berg von 10 Milliarden US-Dollar. Die Gesamtverschuldung liegt bei 12,5 Milliarden US-Dollar, was bei einer Marktkapitalisierung von über 311 Milliarden US-Dollar kaum ins Gewicht fällt. Dieser finanzielle Spielraum ist lebenswichtig, da die Chipindustrie sehr kapitalintensiv ist. Micron plant, im Geschäftsjahr 2026 rund 20 Milliarden US-Dollar in CapEx (Investitionsausgaben für Fabriken und Maschinen) zu stecken. Zudem fließen Milliarden in F&E (Forschung und Entwicklung), um technologisch an der Spitze zu bleiben.
🚗 Es wäre natürlich riskant, alles auf die Karte KI-Rechenzentrum zu setzen. Doch Micron ist breiter aufgestellt. Das Management investiert massiv in Produkte für KI-PCs, Gaming und Automotive (den Automobilsektor). Dein nächstes Auto wird vielleicht deutlich mehr Speicher von Micron benötigen, um autonomes Fahren und komplexe Infotainment-Systeme zu bewältigen. Auch der Smartphone-Markt zieht an: Fast 60 % der neuen Smartphones sollen bald mit mindestens 12 GB DRAM ausgestattet sein. Diese breite Streuung macht das Geschäftsmodell widerstandsfähiger gegen Einbrüche in einzelnen Branchen.
⚠️ Wir müssen aber auch über die Gefahren sprechen. Ein Punkt, der Dich hellhörig machen sollte, sind die jüngsten Insider-Verkäufe. Führungskräfte haben in den vergangenen Monaten Aktien im Wert von mehreren Millionen Dollar verkauft. Das muss kein Beinbruch sein – auch Manager wollen mal Gewinne mitnehmen –, aber es drückt manchmal auf die Stimmung am Markt. Zudem ist der Wettbewerb heftig. Samsung ist der größte Rivale und verfügt über einen operativen Cashflow, der doppelt so hoch ist wie der von Micron. Wenn Samsung oder SK hynix ihre Produktion zu schnell ausweiten, könnte das Angebot die Nachfrage einholen und die Preise wieder in den Keller treiben.
🇨🇳 Ein weiteres Risiko ist die Abhängigkeit von China. Im Geschäftsjahr 2024 stammten über 12 % des Umsatzes aus der Volksrepublik. Die Handelsspannungen zwischen den USA und China sind ein ständiges Minenfeld. Exportbeschränkungen oder neue staatliche Verbote könnten Micron jederzeit treffen. Zwar versucht das Unternehmen, seine Produktion durch den CHIPS Act verstärkt in die USA zu verlagern (mit Milliarden-Förderungen für neue Fabriken in New York und Idaho), aber diese Projekte benötigen Jahre, bis sie voll produktionsfähig sind.
🔄 Einige Experten vergleichen die aktuelle Situation mit dem Jahr 1993. Damals gab es eine ähnliche strukturelle Knappheit, die zu einer jahrelangen Aufwärtswelle führte. Heute treiben die sogenannten Hyperscaler (Giganten wie Microsoft, Google und Amazon) die Nachfrage. Diese Unternehmen planen für 2026 Kapitalausgaben von bis zu 600 Milliarden US-Dollar, wovon ein Großteil in die KI-Infrastruktur fließt. Solange dieser Investitionshunger anhält, könnte Micron im Sweetspot der Industrie bleiben.
📊 Also: 👉Micron ist womöglich eine Wachstumsmaschine, die zum Value-Preis gehandelt wird. Die Kombination aus rekordverdächtigen Margen, einem ausverkauften HBM-Inventar und einer soliden Bilanz beeindruckt viele Analysten. Natürlich bleibt die Halbleiterbranche zyklisch, und die Konkurrenz aus Asien schläft nicht. Aber wenn Du an den langfristigen Erfolg von KI glaubst und nach einer Aktie suchst, deren fundamentale Daten eigentlich einen viel höheren Kurs rechtfertigen würden, dann ist Micron definitiv einen Blick wert.
Peers
🛡️ Burggraben-Check: Wer überlebt den nächsten Chiphersteller-Zyklus?
Wir stehen womöglich vor einer Zeitenwende im Halbleitermarkt. Lange Zeit war die Rollenverteilung klar, doch der Hunger der Künstlichen Intelligenz nach spezialisiertem Speicher hat das Spielfeld komplett umgepflügt. Es geht nicht mehr nur um einfaches Speichern, sondern um Hochgeschwindigkeit.
🐘 Samsung ist das Schwergewicht der Branche, doch der Koloss wankt. Erstmals seit 1992 verlor man 2025 die Krone im DRAM-Markt (Standard-Arbeitsspeicher) an den Rivalen SK hynix. Besonders schmerzhaft: Beim strategisch wichtigen HBM stürzte der Marktanteil innerhalb eines Jahres von 41 % auf mickrige 17 % ab. Der Grund? Nvidia, der unangefochtene KI-Chip-König, ließ Samsung lange zappeln, bevor die Qualifizierung – also die offizielle Freigabe zur Nutzung in ihren Systemen – für den modernen HBM3E-Speicher erteilt wurde. Aber unterschätze Samsung nicht. Mit einem operativen Cashflow, der doppelt so hoch ist wie der von Micron, und einer 10. Generation V-NAND mit über 400 Layern, hat Samsung die finanzielle Feuerkraft für ein gewaltiges Comeback. Für das vierte Quartal 2025 wird von Marktkennern bereits ein Gewinnsprung von 160 % erwartet.
🥇 Wenn es einen Gewinner des KI-Booms gibt, dann ist es vermutlich 👉SK hynix. Das Unternehmen hat sich zum HBM-König gekrönt und hält einen Marktanteil von bis zu 62 %. Die Zahlen sind fast schon unanständig gut: Im dritten Quartal 2025 erzielte man eine Nettomarge (Gewinn nach allen Kosten) von über 50 %. Stell Dir vor, jeder zweite eingenommene Dollar ist reiner Profit! Die Partnerschaft mit Nvidia ist so eng, dass sie fast 27 % des gesamten Umsatzes ausmacht. Die Kapazitäten für HBM3E und den Nachfolger HBM4 sind bis weit über 2026 hinaus ausverkauft. Das Risiko? Eine extreme Kundenkonzentration.
🇯🇵 Kioxia, der japanische NAND-Pionier (Spezialist für Flash-Speicher, wie er in SSDs vorkommt), und das US-Unternehmen 👉Western Digital führen eine On-off-Beziehung. Sie teilen sich Fabriken in Japan, konnten sich aber bisher nicht auf eine Fusion einigen. Kioxia strebt nun einen Börsengang mit einer Bewertung von 5 Milliarden Dollar an. Western Digital wiederum spaltet 2025 seine Flash-Sparte ab. Analysten glauben, dass die neue SanDisk-Unit allein zwischen 11 und 22 Milliarden Dollar wert sein könnte – deutlich mehr, als die aktuelle Marktbewertung vermuten lässt.
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