🤖 KI-Agenten: Neue Trading-Chance oder Dein größter Albtraum?

OpenClaw und Co. bedrohen Dein Kapital, während Software-Aktien crashen. Finde heraus, wer überlebt und was Du jetzt kaufen könntest.

Guten Morgen ,

die KI-Panik schüttelt die Softwarebranche gerade ordentlich durch. Doch während viele nur das Chaos sehen, gilt es nun die Spreu vom Weizen zu trennen. 

Wir analysieren heute eine Technologie, die für Dein Kapital Segen oder Albtraum sein kann. Gleichzeitig nehmen wir etablierte Giganten unter die Lupe, die plötzlich vollkommen neu bewertet werden.

Erfahre heute, wo sich eine historische Kaufgelegenheit verstecken könnte und welche vermeintlichen Schnäppchen Du besser meiden solltest. Viel Erfolg!

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😍 Diese Wertpapiere zeigen wir Dir heute

Jetzt klicken und Zahlen checken:

👉SAP

👉CANCOM

Diese Kennzahl vergleicht die Anzahl der Aktien an der Wall Street, die auf einem 52-Wochen-Hoch notieren, mit jenen auf einem 52-Wochen-Tief: Wenn deutlich mehr Aktien neue Jahreshochs erreichen, signalisiert das eine breite Marktbeteiligung am Aufschwung. Quelle: CNN

Marktumfeld

📉 SaaS-Kollaps: Warum die Börse bei Software-Aktien gerade völlig übertreibt

Hast Du in den vergangenen Tagen auch fassungslos auf Dein Depot geschaut? Falls Du Software-Aktien hältst, war der Jahresstart 2026 wahrscheinlich nicht wirklich angenehm. Während die KI-Euphorie die Chiphersteller in den Himmel hebt, herrscht bei vielen Anbietern von Unternehmenssoftware fast schon Panik. Doch bevor Du jetzt alles über Bord wirfst, lass uns die Zahlen, Daten und Fakten sortieren – denn der Markt frisst gerade seine eigenen Kinder, obwohl die Fundamentaldaten eigentlich eine ganz andere Sprache sprechen.

Wir erleben derzeit eine historische Bewertungskompression – also ein Sinken des Verhältnisses von Unternehmenswert zu Umsatz. Lag der Median für börsennotierte SaaS-Unternehmen im Jahr 2021 noch bei astronomischen 18- bis 19-mal dem Umsatz, sind wir Ende 2025 bei ernüchternden 6,1 gelandet.

👉HubSpot: -39 % seit Jahresbeginn, weil Anleger fürchten, KI-Tools könnten klassisches Marketing-SaaS überflüssig machen.

👉GitLab: -60 % in den vergangenen 12 Monaten. Aktuell wird die Aktie nur noch mit dem Sechsfachen des Umsatzes bewertet, weil KI-Coding-Assistenten die Nachfrage nach DevOps-Plattformen (Software zur Zusammenarbeit von Entwicklung und IT-Betrieb) auffressen.

👉monday.com: Trotz eines organischen Wachstums von 28 % und einer stattlichen Free-Cashflow-Marge von über 25 %, dümpelt die Bewertung bei einem historischen Tief von 2,7 für den erwarteten 2026er-Umsatz.

Warum „frisst“ die KI diese Firmen nicht einfach? Weil man Software in Schichten verstehen muss. Das Herzstück ist das System of Record (SoR) – die ultimative „Quelle der Wahrheit“. Hier liegen die harten Stammdaten: Wer hat was wann bestellt? Wer ist seit wann angestellt?

Ein SoR ist deshalb so resilient, weil es rechtlich belastbare Zustände und eine saubere Governance garantiert. 71 % der Unternehmen geben jährlich über 100.000 Dollar nur für Audits aus, um diese Daten zu verifizieren. Eine KI kann zwar Inhalte für diese Systeme erstellen, aber sie macht das System selbst nicht überflüssig. Ohne ein SoR hätte die KI gar keine Basis, auf der sie sicher agieren könnte.

Gefährlich wird es für das System of Engagement (SoE) – also die reine Arbeitsoberfläche, auf der wir herumklicken. Wenn KI-Agenten Aufgaben per Sprachbefehl erledigen, benötigen wir weniger schicke Dashboards. Analysten prognostizieren hier ein Wegbrechen der Umsätze um 20 bis 40 %, da die klassische Abrechnung pro Benutzerlizenz kollabieren könnte. Warum für 100 Mitarbeiter zahlen, wenn 10 KI-Agenten die Arbeit machen? 

Vielleicht hast Du auf Social Media gelesen, dass bald jeder Laie sein eigenes ERP-System (Software zur Ressourcenplanung) mit Tools wie Lovable oder Claude Code erstellen könnte. Man nennt das Vibe Coding – die Softwareentwicklung durch die Beschreibung von Absichten in natürlicher Sprache.

Die Realität? Ein Hype. Für ein Enterprise-taugliches CRM-System (Kundenmanagement) rechnet man auch 2026 noch mit einer Entwicklungszeit von 9 bis 15 Monaten. Warum? Weil 60 bis 70 % der Projektzeit in Integrationstests, Datenmigration und Compliance fließen – Dinge, die eine KI heute nicht mal eben nebenbei löst.

Also: Wir befinden uns sicherlich in einer Übergangsphase. Das traditionelle Software-Modell stirbt nicht, es transformiert sich zu hybriden Modellen aus Grundgebühr und nutzungsbasierter Abrechnung. Aus Sicht einiger Analysten bedeutet das aktuell: Die Panik hat die Kurse vieler Qualitätsfirmen weit unter ihren fairen Wert gedrückt. Wenn Du Geduld mitbringst, ist das nicht das Ende, sondern vielleicht eher eine Kaufgelegenheit.

Chancen bleiben

🏰 Burggräben aus Code: Warum diese Aktien vielleicht unersetzlich sind

Bevor Du in Panik verfällst und Dein Depot leerst, lass uns einen kühlen Blick auf die harten Fakten werfen. Denn in den kommenden Wochen ergeben sich vielleicht ein paar spannende Gelegenheiten.

Vielleicht ist 👉SAP für Dich der Inbegriff von „langsam“, aber in der Welt der Unternehmenssoftware ist das ein riesiger Vorteil. SAP fungiert als System of Record – das ist das verbindliche Kernsystem, in dem alle rechtlich relevanten Daten wie Buchhaltungen, Verträge und Produktionspläne liegen. Wenn ein DAX-Konzern SAP den Rücken kehren wollte, würde das Jahre dauern und hunderte Millionen Euro kosten. Solche Switching Costs, also die finanziellen und zeitlichen Hürden bei einem Systemwechsel, machen SAP extrem defensiv. Und die Zahlen sprechen für sich:

  • Cloud-Momentum: Im Jahr 2025 stieg der Cloud-Umsatz um 26 % auf über 21 Mrd. Euro. Der Cloud-Backlog (vertraglich gesicherte Umsätze für die Zukunft) liegt bei gewaltigen 77,3 Mrd. Euro.

  • Cash-Maschine: Der freie Cashflow explodierte 2025 auf 8,4 Mrd. Euro.

  • KI-Strategie: Mit „Joule“ hat SAP einen KI-Assistenten direkt in die Cloud-Abos integriert. Anstatt extra Gebühren zu verlangen, nutzt SAP die KI, um Preiserhöhungen für die gesamte Cloud-Suite zu rechtfertigen.

Deine Chance: Bis 2027 bzw. 2030 müssen tausende Kunden von alten Systemen in die Cloud migrieren. Das ist ein künstlich geschaffener Wachstumszyklus. Analysten von Goldman Sachs etwa sehen ein Kursziel von 310 Euro.

Das Risiko: Die Erwartungen sind hoch. Wenn die Kunden bei der Cloud-Migration trödeln, könnte die Aktie kurzfristig korrigieren.

👉Nemetschek ist ein Paradebeispiel für eine vertikale Software – also Programme, die ganz gezielt für eine bestimmte Branche, hier das Bauwesen, entwickelt wurden. Sie decken den kompletten Lebenszyklus eines Gebäudes ab: von der Architektur über den Bau bis zum Management der Immobilie.

Warum das für dich interessant sein könnte:

  • Proprietäre Daten: Das Zauberwort heißt BIM (Building Information Modeling). Das sind digitale 3D-Modelle, die nicht nur Geometrie enthalten, sondern auch Materialdaten und Zeitpläne. Wer einmal ein Großprojekt in Nemetschek-Software geplant hat, wechselt nicht mal eben zu einem Konkurrenten, weil dabei wertvolle Daten verloren gehen würden.

  • SaaS-Transformation: Nemetschek hat den Wechsel zum Abo-Modell fast abgeschlossen. 92 % der Umsätze sind inzwischen wiederkehrend – ein Spitzenwert, der sogar globale Riesen wie Dassault Systèmes in den Schatten stellt.

Deine Chance: Wenn sich die Baubranche erholt, ist Nemetschek mit seinen hohen Margen und der tiefen Integration womöglich recht gut positioniert.

Das Risiko: Eine globale Rezession im Bausektor würde auch die Software-Umsätze bremsen.

👉ATOSS Software ist in der eher defensiven Nische der Personalbedarfsplanung tätig. Das klingt trocken, ist aber hochprofitabel. Da Arbeitszeitdaten für die Lohnabrechnung rechtlich verbindlich sein müssen, agiert ATOSS ebenfalls als eine Art System of Record.

👉ATOSS nutzt KI, um aus sogenannten Dark Data – das sind ungenutzte Datenmengen, die in Unternehmen oft einfach nur herumliegen – wertvolle Prognosen zu erstellen. Das System erkennt Muster und sagt voraus, wann wie viel Personal benötigt wird. Zukünftig sollen Manager Fragen einfach in natürlicher Sprache an die Software stellen können, anstatt sich durch Tabellen zu quälen.

Deine Chance: ATOSS kann KI-Funktionen als teure Zusatzmodule (Upsells) verkaufen, ohne sein bisheriges Geschäft zu gefährden. Es ist ein stabiler Wachstumswert „Made in Germany“.

Das Risiko: Die Marktkapitalisierung ist geringer, die Aktie ist also weniger liquide und oft schon sportlich bewertet.

👉TeamViewer ist womöglich eher ein Problemkind. Das Angebot ist primär eine Arbeitsoberfläche für Fernzugriff, aber kein tiefes Datensystem. Konkurrenten können solche Tools theoretisch leichter nachbauen. Die nackten Zahlen:

  • Das KGV liegt unter 5.

  • Der Unternehmenswert im Verhältnis zum Umsatz von 2,3 signalisiert, dass der Markt fast schon mit dem Untergang rechnet.

Warum Du trotzdem hinschauen solltest: 👉TeamViewer versucht den Sprung in die Industrie über die AR-Plattform „Frontline“. Zudem gibt es eine enge Partnerschaft mit SAP. Wenn TeamViewer den Turnaround schafft und beweist, dass es mehr als nur ein Fernwartungstool ist, wäre das Aufwärtspotenzial gewaltig.

Das Risiko: Wenn KI-Agenten den Support komplett automatisieren, könnte TeamViewers Geschäftsmodell wegschmelzen.

👉Bechtle und 👉CANCOM sind keine reinen Softwarehersteller, sondern IT-Dienstleister. Sie profitieren, wenn andere Unternehmen Hilfe dabei benötigen, KI-Lösungen überhaupt erst zu implementieren. Sie sind die klassischen „Schaufelverkäufer“ im KI-Goldrausch. Wenn Du nicht auf eine einzelne Software wetten willst, sind diese Dienstleister eine Überlegung wert.

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