
Guten Morgen {{vorname}},
kaum jemand versteht es so gut wie Howard Marks, den Nerv der Märkte zu treffen. Wenn er schreibt, hĂśren Investoren weltweit hin â und dieses Mal hat er die Debatte rund um Bewertungen erneut kräftig angeheizt.
đĽ Klar ist: Zwischen Preis und Wert liegt oft eine groĂe LĂźcke. Genau dort entstehen Chancen â aber auch Gefahren, die viele Anleger gern ausblenden.
đ Ob Meme-Aktien, globale Märkte oder die Rolle der Notenbanken: Marks liefert DenkanstĂśĂe, die uns zwingen, genauer hinzusehen. Bereit fĂźr frische Einblicke? Dann lies weiter!
tl;dr
đ Diese Wertpapiere besprechen wir heute
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đŽ GameStop

Der Fear & Greed Index misst die aktuelle Stimmung am Aktienmarkt â von extremer Angst (0) bis zu gieriger Euphorie (100). Quelle: CNN
Neue Blasen?
đ Meme-Aktien feiern Comeback â Opendoor +185 % YTD: Signal fĂźr Ăberhitzung?
Wenn Howard Marks von Oaktree Capital ein Memo verĂśffentlicht, hĂśrt die Finanzwelt zu. Sein jĂźngstes Papier âThe Calculus of Valueâ hat die Debatte um Bewertungen erneut angeheizt â und liefert spannende Einblicke, die wir uns als Anleger genauer anschauen sollten.
đĄ Marks bringt es wie immer auf den Punkt: âWert ist das, was Sie bekommen. Preis ist das, was Sie bezahlen.â Dahinter steckt die alte Lehre von Ben Graham: Kurzfristig entscheidet der Markt nach Popularität, langfristig nach Substanz.
Um echtes Alpha zu erzielen, mĂźssen Investoren drei Dinge besser kĂśnnen als andere:
Fehlbewertungen erkennen
Zukßnftige Erträge genauer prognostizieren
Veränderungen in der Marktstimmung erfassen
Genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen â oder anders gesagt: der Durchschnittsanleger vom Outperformer.
đĽ Die Zahlen sprechen eine klare Sprache â und sie schreien âteuerâ:
Forward-KGV des S&P 500: 23,4 â historisch verbunden mit Renditen von -2 % bis +2 % p.a.
Buffett-Indikator: 217 % â ein Rekordwert, 2,2 Standardabweichungen Ăźber dem Schnitt
Kurs-Umsatz-Verhältnis im Schnitt: 3,3x â hĂśher als zu Dotcom-Zeiten
Dazu kommen extrem niedrige Kreditspreads und ein Vola-Indexwert von 14,76, was auf eine fast schon sorglose Marktstimmung hindeutet.
Besonders auffällig: Nur 7,9 % der S&P-500-Unternehmen zahlen aktuell mehr Dividende, als eine zehnjährige US-Staatsanleihe bringen kann. Kapital sucht also eher Kursgewinne als Ausschßttungen.
đ Die Spekulation kehrt zurĂźck
Wer dachte, die Meme-Aktien seien Geschichte, irrt. Opendoor legte 2025 bereits +433 % hin, auch GameStop und AMC erleben ein Comeback. Sogar SPACs tauchen wieder auf â ein klares Zeichen, dass viele Investoren in Teilen des Marktes Risiken womĂśglich vĂśllig ausblenden.

đ Wer wissen will, welche Unternehmen ihre Multiples verdienen, sollte auf Kapitaleffizienz schauen. Ein Blick auf die Kapitalrenditen:
Top: Pharma (48,7 %), Reisedienstleistungen (29,4 %), Discounter (21,9 %).
Flop: Biotech (-66,5 %), Medizintechnik (-43,1 %).
Wichtig: Renditekennzahlen wie ROE, ROA und ROCE sind fĂźr Howard Marks entscheidende Werkzeuge, um die Spreu vom Weizen zu trennen.
đŚ Morgen kĂśnnte die Fed den Leitzins um 25 Basispunkte senken. Viele Analysten gehen davon aus. Kurzfristig wird das sicherlich fĂźr Volatilität sorgen â langfristig aber die Risikobereitschaft weiter anheizen. Erwartet wird fĂźr den S&P 500 ein Plus von +10 % (2025) und +14 % (2026) â das stärkste Zweijahreswachstum seit 2017/18.
âď¸ Marks bleibt skeptisch: Buffett-Indikator, Kurs-Umsatz und Meme-Hype erinnern stark an frĂźhere Blasen. Gleichzeitig kĂśnnten die heutigen Tech-Giganten mit globalen Märkten und geringerer Kapitalintensität hĂśhere Multiples rechtfertigen.
Die entscheidende Frage: Ist es dieses Mal anders? Marks gibt dieser Hypothese immerhin 20 % Wahrscheinlichkeit â warnt aber davor, sie blind jedem Unternehmen zuzuschreiben.
FĂźr uns Anleger heiĂt das: selektiv bleiben, auf echte Wettbewerbsvorteile achten und Bewertungsmetriken wie Kapitalrenditen nicht aus den Augen verlieren.Â

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đ§ WĂźrde Howard Marks jetzt diese Aktien kaufen?
Wir haben Ăźber Howard Marksâ Warnungen zu den aktuell hohen Markt-Bewertungen gesprochen. Der Buffett-Indikator auf Rekordniveau, Forward-KGVs deutlich Ăźber dem Schnitt â die Luft im Gesamtmarkt wird dĂźnner. Doch während Indizes wie der S&P 500 teuer wirken, lohnt sich jetzt ein Blick in die Details.
Denn einzelne Aktien zeigen, dass selbst in einem ßberhitzten Umfeld Chancen mit attraktiven Kennzahlen zu finden sind. Manche Titel bringen spannende Kombinationen aus Wachstum, Profitabilität und Burggräben mit.
đ Basilea Pharmaceutica â Anti-Infektiva mit Turbo
Basilea (Marktkap.: 598,6 Mio. Euro) ist ein Zwerg im Vergleich zu Big Pharma â doch die Zahlen Ăźberraschen. Mit einem erwarteten KGV von 10,97 und einer Free-Cashflow-Marge von 32,9 % zeigt das Unternehmen, dass Nischenfokus profitabel sein kann.
Noch beeindruckender: Das Umsatzwachstum liegt bei 58,5 %, das EBIT-Wachstum sogar bei astronomischen +1.000 %. Die Eigenkapitalrendite (ROE) von 95,8 % ist ein Ausrufezeichen, auch wenn die Eigenkapitalquote mit 31,4 % auf moderatem Niveau liegt.
Treiber sind die Medikamente Cresemba und Zevtera, die international stark wachsen. Mit einer schlanken Struktur von nur rund 170 Mitarbeitern und neuen Projekten wie Fosmanogepix (Phase III) dĂźrfte Basilea sein profitables Nischenmodell weiter ausbauen.

đ Gaztransport & Technigaz (GTT) â Monopol im LNG-Boom
GTT (Marktkap.: 5,66 Mrd. Euro) ist der stille Riese im LNG-Sektor. Mit einem erwarteten KGV von 13,98 und einer Free-Cashflow-Marge von 45,8 % liefert das Unternehmen auĂergewĂśhnliche Profitabilität.
Das Umsatzwachstum von 35 % und das EBIT-Wachstum von 55 % zeigen, dass die Nachfrage nach LNG-Technologie ungebrochen ist. Die Eigenkapitalrendite von 75,4 % kombiniert mit einer soliden Eigenkapitalquote von 56,6 % verdeutlicht die Stärke des Geschäftsmodells.
Markteintrittsbarrieren sind enorm: 95 % Marktanteil, ßber 1.800 Patente, jahrzehntelange Zertifizierungen. Mit steigender globaler LNG-Nachfrage (10 % jährliches Wachstum bis 2028) ist GTT fast ein natßrlicher Profiteur.
Chancen: Ein seltener Technologiemonopolist mit Burggraben, starken Margen und Wachstumstreibern im RĂźcken.

âď¸ Games Workshop â Fantasy trifft harte Zahlen
Games Workshop (Marktkap.: 5,71 Mrd. Euro) mag wie ein Nischenplayer wirken, doch die Zahlen zeigen solide Substanz. Zwar ist die Bewertung mit einem erwarteten KGV von 27,4 nicht gĂźnstig, aber die Free-Cashflow-Marge von 33,4 % und eine Eigenkapitalquote von 73,3 % sind stark.
Das Umsatzwachstum von 17,5 % und das EBIT-Wachstum von knapp 30 % sind beachtlich fĂźr ein Unternehmen, das ânurâ Miniaturen und Spiele verkauft. Auch die Eigenkapitalrendite von 69,8 % sticht hervor â die Marke ist ein echter Cash-Magnet.
Mit dem Ausbau des Lizenzgeschäfts (Videospiele, TV, Merchandising) wächst Games Workshop ßber den klassischen Miniaturenmarkt hinaus. Die Community ist extrem loyal, was langfristige Stabilität verspricht.
Chancen: Wer auf starke Marken und emotionale Kundenbindung setzt, findet hier eine Aktie mit Kultstatus und stabilen Zahlen.

âď¸ Lam Research â Physik als Burggraben
Lam Research (Marktkap.: 126,2 Mrd. Euro) ist ein Schwergewicht in unserem Screening â und ein zentraler Player im Halbleiter-Ăkosystem. Mit einem erwarteten KGV von 25,7 liegt die Bewertung auf hohem, aber marktĂźblichem Tech-Niveau. Spannender sind die operativen Kennzahlen: Free-Cashflow-Marge 29,3 %, Umsatzwachstum 23,7 %, EBIT-Wachstum 36,4 %.
Die Eigenkapitalrendite liegt bei soliden 54,3 %, während die Eigenkapitalquote 46,2 % zeigt, dass Lam trotz hoher Investitionen finanziell stabil ist.
Lam profitiert direkt vom Boom bei KI-Chips. Technologien wie GAA-Transistoren und HBM-Speicher sind ohne die Plasma-Ătz- und DĂźnnschichtprozesse von Lam nicht realisierbar. Mit Ăźber 4.600 Patenten und Milliarden-Investitionen in F&E ist der Burggraben tief â und wird mit steigender Chip-Komplexität nur grĂśĂer.
Chancen: Ein unverzichtbarer Enabler der KI-Revolution mit massiver technologischer Eintrittsbarriere.

đ§ Also: Die genannten Aktien unterscheiden sich stark â und genau das macht sie interessant fĂźr Anleger. Während Basilea mit gĂźnstiger Bewertung auffällt, punkten GTT und Lam Research durch klare Burggräben. Games Workshop wiederum zeigt, dass starke Marken langfristig enorme Kapitalrenditen schaffen kĂśnnen. Wer Streuung sucht, kann mit diesen Titeln von Nischenmärkten Ăźber Energiewende bis KI-Boom gleich mehrere Megatrends abdecken â und dabei spannende Kombinationen aus Bewertung, Wachstum und Profitabilität ins Depot holen.
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Erstellung und Verbreitung: Dieser Beitrag wurde von einem Redakteur der Finanzen.net GmbH, GartenstraĂe 67, 76135 Karlsruhe, erstellt. Wir, die Finanzen.net Zero GmbH, haben diesen Beitrag unverändert in diesem Mailing Ăźbernommen. Die Finanzen.net GmbH hat uns zugesichert, dass dieser Beitrag mit grĂśĂter Sorgfalt erstellt und zuvor keinem anderen Empfängerkreis zugänglich gemacht worden ist.
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