Guten Morgen {{vorname}},

willkommen in einer Finanzwelt, in der die Schwerkraft scheinbar ausgesetzt ist. Wenn strauchelnde Videospielehändler plötzlich zweistellige Milliardenbeträge auf Pump aufnehmen, um Tech-Giganten zu schlucken, sollten bei Dir die Alarmglocken schrillen. Die aktuelle Party am Kreditmarkt ist ohrenbetäubend laut.

Doch wer nur auf schuldenfinanzierte Luftschlösser starrt, übersieht die wahren Chancen. Abseits dieses gefährlichen Milliarden-Pokers verbergen sich kerngesunde Unternehmen, die ihr Wachstum vollständig aus der eigenen Kasse finanzieren.

In dieser Ausgabe zeigen wir Dir, wie Du Dein Depot effektiv gegen toxische Kredite absicherst. Du lernst Kriterien kennen, die tickende Zeitbomben aussortieren und stattdessen hochprofitable Cashflow-Maschinen ans Licht bringen. Viel Spaß beim Lesen!

Empfiehl uns weiter auf X, Instagram, TikTok und Co. Nutze dafür am besten Deinen Referral-Link: {{ rp_refer_url }}

tl;dr

😍 Diese Wertpapiere zeigen wir Dir heute

Jetzt klicken und Zahlen checken:

Marktlage

💣 Schulden-Party am Abgrund? Was der GameStop-eBay-Deal über den Markt verrät

Wenn ein Unternehmen mit einem Börsenwert von 11 Milliarden Dollar einen Konkurrenten schlucken will, der 46 Milliarden Dollar auf die Waage bringt, dann reibt sich die Finanzwelt verwundert die Augen. 👉GameStop, der strauchelnde Videospielehändler, der einst durch den Meme-Stock-Hype zur Ikone der Privatanleger wurde, wirft 56 Milliarden Dollar für 👉eBay in den Ring. Einige Analysten sehen in diesem Manöver von CEO Ryan Cohen den Versuch, einen ernsthaften 👉Amazon-Konkurrenten aufzubauen. Du fragst Dich jetzt vielleicht: Wie soll das funktionieren? Die Antwort liegt in einer Finanzmarkt-Party, bei der die Musik laut aufgedreht ist und scheinbar niemand nach Hause gehen will.

Die nackten Zahlen des Deals zeigen, wie extrem der Markt derzeit tickt. 👉GameStop bietet 125 US-Dollar pro 👉eBay-Aktie, was einem fetten Aufschlag von 20 % auf den Schlusskurs vor Bekanntgabe entspricht. Bezahlt wird das Ganze mit einer hälftigen Mischung aus eigenen Aktien und Barmitteln. GameStop wirft dafür seine Barreserven von rund 9 Milliarden Dollar in die Waagschale. Den restlichen, gewaltigen Berg an benötigtem Kapital will man über neue Aktien und vor allem über Schulden finanzieren. Die 👉TD Bank hat angeblich bereits bis zu 20 Milliarden Dollar an Fremdkapital in Aussicht gestellt.

Diese 20 Milliarden Dollar an neuen Schulden sind der springende Punkt, denn sie beleuchten ein viel größeres Problem: den aktuellen Kreditmarkt. Wir befinden uns in einer Phase, in der das Geld scheinbar auf Bäumen wächst. 👉GameStop hat im vergangenen Jahr die günstigen Bedingungen genutzt, um 4,2 Milliarden Dollar über zinslose Wandelanleihen (Schuldverschreibungen, die später in Aktien getauscht werden können) einzusammeln. Das Geld haben sie dann in Bitcoin und andere Wertpapiere investiert – ein Manöver, das eher an einen spekulativen Hedgefonds erinnert als an einen Einzelhändler, dessen Kernmarkt für physische Spiele kontinuierlich wegbricht. Sie haben sich zu 0 % Zinsen verschuldet, um auf den Markt zu wetten.

Warum spielen die Banken da mit? Weil die Risikoprämien, also die Aufschläge, die Unternehmen im Vergleich zu sicheren Staatsanleihen für Kredite zahlen müssen, historisch niedrig sind. Der Abstand zwischen Ramschanleihen (Junk-Bonds) und US-Treasurys ist marginal. Viele große Anleger und Banken sind gierig nach Rendite und blenden dabei das Risiko aus. Gleichzeitig brodelt es unter der Oberfläche gewaltig. Im Bereich der privaten Kredite zeigen sich erste tiefe Risse.

Schauen wir uns die Ausfallraten an. Auf dem Papier sieht beim Mittelstand alles entspannt aus, mit einer moderaten Ausfallrate von etwa einem Prozent. Bezieht man jedoch die sogenannten „Amends and Extends“ ein, also Kredite, deren Laufzeiten künstlich verlängert oder deren Bedingungen zugunsten des Schuldners aufgeweicht wurden, um einen offiziellen Ausfall zu vermeiden, springt die Quote plötzlich auf fast 5 %. Das System steht unter Stress, wird aber durch immer neue Schulden künstlich am Leben gehalten.

Wenn ein Konzern wie 👉GameStop, dessen Geschäftsmodell auf wackeligen Beinen steht, Kredite in zweistelliger Milliardenhöhe aufnimmt, um sich neu zu erfinden, erinnert das an den Einzelhändler Saks Fifth Avenue. Die sind 2024 nach der teuren Übernahme von Neiman Marcus unter der Last ihrer eigenen Schulden zusammengebrochen. GameStop warnt in seinem eigenen Geschäftsbericht sogar davor, dass die massive Verschuldung die Flexibilität einschränkt und das operative Geschäft belasten könnte.

Die Party läuft noch und die Börsen jubeln angesichts von KI-Fantasien und geopolitischen Hoffnungen. 👉GameStop surft auf dieser Welle der Liquidität. Doch wer zu hoch hebelt, fällt oft tief, wenn die Zinsen steigen oder der Cashflow von 👉eBay nicht reicht, um den Schuldenberg abzutragen.

Screening

🛡️ Flucht vor dem Schulden-Wahnsinn: Diese Aktien bieten echte Substanz

Ein Videospielehändler verschuldet sich aktuell um Milliardenbeträge zum Nulltarif. Er spekuliert fernab seines wegbbrechenden Kerngeschäfts mit Bitcoin. Solche waghalsigen Manöver offenbaren die brandgefährlichen Auswüchse am gegenwärtigen Kreditmarkt. Finden wir in diesem schwierigen Umfeld noch sichere Investments?

Lass uns dazu ein paar wichtige Kriterien untersuchen:

  1. Qualitätsunternehmen finanzieren ihr Wachstum zum größten Teil aus dem eigenen Geldfluss. Der Verschuldungsgrad sollte das Anderthalbfache des operativen Gewinns niemals übersteigen. Eine dicke Nettobarreserve bietet Dir als Anleger sogar noch besseren Schutz vor Marktturbulenzen.

  2. Das operative Ergebnis sollte die Zinslast um mindestens das Fünffache abdecken. Diese strenge Kennzahl sortiert finanzielle Wackelkandidaten rigoros aus. Ein plötzlicher Zinsanstieg bricht diesen schwachen Firmen nämlich sofort das Genick. Eine Liquidität dritten Grades von über 1,5 sichert parallel die kurzfristige Refinanzierung ab.

  3. Für die Insolvenzprognose nutzen viele Analysten den harten Altman Z-Score. Dieser Wert sollte über 3 liegen. Er zielt direkt auf die unterschwelligen Ausfallraten im Mittelstand ab. Banken verschleiern echte Kreditausfälle heute gerne durch künstliche Laufzeitverlängerungen.

  4. Robuste Profitabilität entsteht ausschließlich im Kerngeschäft. Eine Free-Cashflow-Rendite von mehr als 5 % beweist tatsächliche Finanzkraft. Reine Buchgewinne ohne echten Mittelzufluss blenden erfolgreiche Analysten vollkommen aus.

  5. Das Management muss das eingesetzte Kapital effizient nutzen. Wir verlangen hierfür eine Kapitalrendite von über 15 Prozent. Eine zweistellige operative Marge entlarvt unrentable Strukturen schnell. Wir fordern hier einen stabilen Trend über mindestens fünf Jahre.

  6. Teure Übernahmen blähen Bilanzen oft künstlich auf. Das führt später häufig zu katastrophalen Abschreibungen auf den Firmenwert. Der Goodwill darf daher höchstens ein Fünftel des Eigenkapitals ausmachen. Der Piotroski F-Score misst ergänzend die Bilanzqualität und sollte bei mindestens 7 Punkten liegen.

  7. Das KGV verzerrt die tatsächliche Ertragskraft oft durch buchhalterische Sondereffekte. Das Management darf bestehende Aktionäre zudem niemals durch die Ausgabe neuer Anteilsscheine verwässern.

Nun zur Anwendung:

Die deutsche 👉Alzchem Group erfüllt all diese strengen Kriterien mit Bravour. Das Trostberger Unternehmen meidet das schwankungsanfällige Geschäft mit Massenware komplett. Sie fokussieren sich auf den hochkomplexen Stammbaum aus Stickstoff und Kohlenstoff.

Aus simplen Basisstoffen entstehen über mehrere Stufen hochwertige Spezialprodukte. Diese fließen primär in die Tierernährung oder in die Pharmaindustrie. Sie landen auch als Kreatin-Sportnahrung in den Verkaufsregalen. 

Die technologische Integration der Produktion schafft enorme Markteintrittsbarrieren. Die heimische Fertigung garantiert unentbehrliche Qualitätsstandards für diese Branchen. Regulatorische Zertifizierungen dauern hierbei lange und verzehren viel Kapital. Sie schützen das Geschäft langfristig jedoch perfekt vor billiger Konkurrenz aus Übersee.

Die große Wachstumsfantasie liegt in globalen Megatrends. Eine wachsende Weltbevölkerung und nachhaltigere Fleischproduktion spielen den margenstarken Spezialprodukten in die Karten.

Schauen wir in die Schweiz zur 👉Also Holding. Dieser Tech-Anbieter hat sich zum umfassenden Service-Provider gewandelt. Das Geschäft ruht stabil auf klassischem Hardware-Verkauf und komplexen IT-Lösungen. Abonnement-Modelle für Cloud-Dienste und Cybersecurity liefern planbare Einnahmen.

Der strategische Burggraben baut auf gewaltigen Wechselkosten auf. Niemand verlässt nach einer erfolgreichen IT-Migration freiwillig die Software-Plattform. Der administrative Aufwand für Systemhäuser wäre schlichtweg zu hoch. Und der Investitionszyklus für neue IT-Infrastruktur zieht nach Jahren der Zurückhaltung 2026 wieder spürbar an.

Ein schwaches konjunkturelles Umfeld bei mittelständischen Kunden könnte dieses kurzfristige Wachstum leicht dämpfen. Langfristig bleibt die digitale Transformation in europäischen Unternehmen jedoch unaufhaltsam.

Im amerikanischen Nebenwerte-Segment finden wir weitere zuverlässige Cashflow-Maschinen. Der Automobilzulieferer 👉Visteon profitiert unbemerkt vom strukturellen Wandel hin zu softwarebasierten Fahrzeug-Cockpits. Die Bewertung dieses US-Unternehmens bleibt auffällig konservativ. Das operative Geschäft läuft währenddessen äußerst stabil ab.

Der Cybersecurity-Experte 👉Qualys punktet mit verlässlichen Umsatzströmen durch namhafte amerikanische Großkunden. 👉Magnite verzeichnet starkes Wachstum in der programmatischen Werbung für vernetzte Fernseher. 

👉Teekay Tankers und 👉Scorpio Tankers beherrschen derweil die globale Energielogistik. Beide Unternehmen glänzen mit günstigen Bewertungskennzahlen und sehr modernen Flotten. Hohe Zinsen prallen an diesen profitablen Reedereien wirkungslos ab. Sie finanzieren ihre Expansion mühelos aus den eigenen Mitteln. Ihre Eigenkapitalrenditen von bis zu 22 % unterstreichen die herausragende Profitabilität.

Unser letztes Beispiel führt uns tief ins landwirtschaftliche Herz der USA. 👉The Andersons operiert seit 75 Jahren erfolgreich entlang der gesamten agrarischen Wertschöpfungskette. Das hochprofitable Geschäft umfasst den Getreidehandel und die Herstellung von Spezialdünger. 

Das Unternehmen profitiert von physischen Barrieren. Ein weitreichendes Netzwerk aus Silos und Hafenanlagen schützt vor neuen Wettbewerbern. Kaum jemand kann diese gewaltige Infrastruktur heute noch wirtschaftlich nachbauen. Die jüngste Investition im Hafen von Houston festigt diese Marktmacht zusätzlich. Bemerkenswert ist die außergewöhnliche finanzielle Disziplin des amerikanischen Managements.

👉The Andersons erhöht zudem die Dividende seit beachtlichen 27 Jahren in Folge. Die jahrzehntelange Konstanz beweist ein grundsolides Fundament. Zusätzliche Aktienrückkäufe in Höhe von 100 Millionen Dollar stützen den Kurs effektiv. Das eigentliche exponentielle Wachstumspotenzial liegt bei erneuerbaren Energien. 4 eigene Anlagen produzieren bereits 500 Millionen Gallonen Bioethanol pro Jahr.

Das Management peilt den Handel mit 2 Milliarden Pfund an erneuerbaren Dieselrohstoffen an. Diese Strategie birgt naturgemäß ein gewisses politisches Risiko in sich. Sie hängt stark von gesetzlich forcierten Beimischungsquoten ab. Die weltweite Nachfrage nach nachhaltigem Flugbenzin macht diese Anlagen dennoch extrem wertvoll.

Wie hat Dir der Newsletter gefallen?

Login or Subscribe to participate

Erstellung und Verbreitung: Dieser Beitrag wurde von einem Redakteur der Finanzen.net GmbH, Gartenstraße 67, 76135 Karlsruhe, erstellt. Wir, die Finanzen.net Zero GmbH, haben diesen Beitrag unverändert in diesem Mailing übernommen. Die Finanzen.net GmbH hat uns zugesichert, dass dieser Beitrag mit größter Sorgfalt erstellt und zuvor keinem anderen Empfängerkreis zugänglich gemacht worden ist.

Interessen und Interessenkonflikte: Der erstellende Redakteur hält Eigenpositionen an den besprochenen Finanzinstrumenten.

Die Finanzen.net ZERO GmbH profitiert wirtschaftlich davon, wenn Empfänger dieses Mailings die besprochenen Finanzinstrumente über unsere Brokerfunktion handeln.

Disclaimer: Wir, die Finanzen.net ZERO GmbH, übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der in diesem Beitrag enthaltenen Informationen. Dieser Beitrag stellt weder ein Angebot, eine Aufforderung zum Erwerb oder Verkauf eines Finanzinstruments, noch eine Empfehlung oder Anlageberatung dar. Eine Anlageentscheidung sollte keinesfalls ausschließlich auf die Informationen in diesem Beitrag gestützt werden. Geldanlagen in Finanzinstrumente sollten immer unter langfristigen Gesichtspunkten und unter Berücksichtigung der persönlichen Kenntnisse, Erfahrungen, finanziellen Verhältnisse und Anlageziele getätigt werden. Anleger sollten bedenken, dass sie bei der Investition in Finanzinstrumente Verluste bis zum Totalverlust des investierten Kapitals (bei einigen Finanzinstrumenten sogar über das eingesetzte Kapital hinaus) erleiden können. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung.

Weiterlesen