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🚦 Elon Musk im Stau, Rüstung im Boom, China im Fokus – was jetzt zählt

Das erwartet Dich heute
EDITORIAL
Guten Morgen ,
der einstige Batterie-Hoffnungsträger Northvolt, an den sich die europäische Autoindustrie ausrichten wollte, hat nun auch in Schweden Insolvenz angemeldet – nach vergeblichen Versuchen, sich über ein US-Chapter-11-Verfahren zu retten. Damit könnte eine Schlüsselkomponente für Europas E-Auto-Zukunft wegbrechen.
💼 In den USA wird derweil weiter um eine „Soft Landing“ für die Wirtschaft gerungen, doch Präsident Trump zeigt sich ziemlich unbeeindruckt von Rezessionssorgen. Er bezeichnet mögliche Einbrüche als „Übergang“ und betont, dass höhere Zölle die USA „reich machen“ könnten. Die Märkte reagierten panisch.
🚀 Unterdessen bleibt die Frage, ob die Inflation wirklich weiter steigt oder ob sich bald eine Abkühlung zeigt. Manch ein Experte fürchtet, dass Trumps unberechenbare Zollpolitik die Prognosen torpediert und private Investitionen abwürgt. Die US-Wirtschaft selbst ist in solider Verfassung, behaupten einige Regierungsmitglieder, doch der Kurswechsel in Washington macht Investoren sichtlich nervös.
🌐 Genau in diesem Spannungsfeld platzt jetzt die Nachricht von Northvolt: Auf europäischer Seite haben die großen Autohersteller auf die schwedische Gigafactory als strategischen Baustein für ihre E-Flotten gesetzt. Doch ausgerechnet zum Start ins Jahr 2025 kommt die Pleite, nachdem bereits 2024 massive Stellenkürzungen gelaufen waren. Zwar sind die US- und Deutschland-Töchter vorerst nicht betroffen, aber der Imageschaden für Europas Batteriepläne ist enorm.
📉 Die Parallelen zwischen Europas E-Auto-Hoffnung, die an Finanzierung zerbricht, und einer US-Regierung, die bereit ist, große Wirtschaftszweige an der Zoll-Front zu opfern, sind unübersehbar. Statt berechenbarer Stabilität dominieren plötzlich Insolvenzen, Marktschwankungen und eine lauter werdende Rezessionsangst. Einige Analysten sprechen gar von einem Szenario, das an die Krisenjahre 1987 oder 2008 erinnern könnte – wenn auch bisher mit weniger Dramatik.
⚠️ Für Dich als Anleger heißt das: Augen auf! Die Märkte mögen unberechenbar erscheinen, doch gerade in solchen Phasen bergen Umschwünge oft neue Gelegenheiten. Ob Nordamerikas Wirtschaft am Ende eine weiche oder harte Landung erwartet, bleibt offen – genauso unklar ist, wie schnell Europas Batteriebranche einen Ersatz für Northvolt findet. Wenn Du die neuesten Entwicklungen im Blick behältst, kannst Du trotz der aktuellen Turbulenzen mögliche Chancen nicht nur sehen, sondern vielleicht auch nutzen.
ÜBERSICHT
🟢🔴 Auf und Ab an den Märkten
🎟️ Groupon steigert die Quartalsumsätze kräftig und erwartet 2025 Erlöse von bis zu 500 Mio. US-Dollar.
👗 Stitch Fix wächst dynamisch und hebt die Umsatzprognose für das Gesamtjahr auf bis zu 1,24 Mrd. US-Dollar an.
👟 Puma rechnet aufgrund geopolitischer Spannungen mit einem deutlichen Gewinnrückgang im Jahr 2025.
*Die Safe-Haven-Nachfrage zeigt den Unterschied zwischen den Renditen von Staatsanleihen und Aktien in den letzten 20 Handelstagen. Anleihen schneiden besser ab, wenn die Anleger verängstigt sind.
AKTIE DES TAGES
🚦 Elon Musk am Limit: Bremst Politik die E-Auto-Revolution?
🤔 Hast Du Dich jemals gefragt, wie Elon Musks Verhalten den Aktienkurs von 👉Tesla beeinflusst? Der charismatische CEO hat sich in den vergangenen Monaten lautstark in die politische Debatte gemischt und für Aufsehen gesorgt. Für manche Beobachter ist das ein bedenkliches Signal, besonders wenn Tesla ohnehin schon mit sinkendem Marktanteil und hoher Bewertung kämpft.
🚗 Obwohl die Finanzzahlen für 2024 zunächst gar nicht so schlecht aussahen – Tesla erzielte etwa einen operativen Cashflow von rund 14,84 Mrd. US-Dollar und ein EBITDA von 16,65 Mrd. US-Dollar – erscheint die Aktie in Relation zu klassischen Autoherstellern wie 👉Toyota oder 👉Ford teuer. Je nach Kennzahl ist Tesla mit dem bis zu 20-fachen Multiplikator bewertet, verglichen mit traditionellen Herstellern, die oft nur auf das Sechs- bis Zehnfache kommen. Für Anleger bedeutet das: Selbst kleine Rückschläge können einen starken Kursrutsch auslösen, wenn der Glaube an stetiges Wachstum ins Wanken gerät.
⚖️ Ein Blick auf die Zahlen zeigt außerdem, dass 👉Tesla gerade in Europa Marktanteile einbüßt. Im vierten Quartal 2024 fiel Teslas EV-Anteil in den USA auf 44,4 %, während es ein Jahr zuvor noch über 50 % waren. In Europa ist die Lage noch schwieriger: Trotz eines wachsenden Marktes für Elektroautos stiegen die Tesla-Neuzulassungen in Ländern wie Deutschland oder Norwegen deutlich langsamer als bei der Konkurrenz – oder fielen sogar.
💼 Als wäre das nicht genug, schlägt Elon Musks offensive Unterstützung für politische Hardliner hohe Wellen. Vor allem in Europa, wo Tesla eigentlich einen wichtigen Wachstumsmarkt sieht, deuten Umfragen auf stark fallende Sympathiewerte hin. Wenn immer mehr Menschen in Deutschland ein negatives Bild von Musk haben und dessen politische Einmischung kritisieren, riskiert Tesla hierzulande Absatzprobleme – nicht nur bei eingefleischten Fans, sondern auch bei Mainstream-Käufern, die das Image eines Unternehmens genau beobachten.
🚀 Dabei hatte 👉Tesla in den vergangenen Jahren vom Hype um Elektroautos stark profitiert. Dank visionärer Modelle wie dem Model Y und dem ausgebauten Supercharger-Netz konnte das Unternehmen auf ein Allzeithoch an der Börse klettern. Nun sieht es aber so aus, als wären die goldenen Zeiten der ungebremsten Kursrallye vorbei, denn die Aktie ist seit Jahresbeginn um mehr als 30 % abgerutscht, während der S&P 500 sich relativ stabil zeigt.
🛡 Musk selbst galt lange als Ass im Ärmel für 👉Tesla, doch sein Aktionismus schlägt immer öfter ins Gegenteil um. In den USA besitzt er bereits einen negativen Popularitätswert, und mit seinen jüngsten Statements zugunsten von rechtspopulistischen Parteien in Europa entfremdet er jene Kunden, die sich in erster Linie für progressive, klimabewusste Mobilität interessieren. Damit erweist er seinem Unternehmen womöglich einen Bärendienst – denn in einem umkämpften Markt mit neuen EV-Modellen von 👉Ford oder 👉Volkswagen kann Loyalität über Erfolg und Misserfolg entscheiden.
🚧 Auch die Konkurrenz schläft nicht: Konzerne wie 👉General Motors, 👉Honda oder Hyundai rüsten in Sachen E-Mobilität auf und locken mit breiten Modellpaletten zu günstigeren Preisen. Wenn Tesla seine Technologie- und Imagestärke nicht halten kann, droht das schnelle Abwandern von Kundschaft, was den Spielraum für Preisnachlässe weiter erhöht. In einem Markt, in dem Margen ohnehin schnell schrumpfen, kann das ganze Geschäftsmodell ins Wanken geraten.
💡 Trotzdem muss nicht alles düster sein. 👉Tesla verfügt immer noch über einen beachtlichen Technologievorsprung bei Akkus und autonomen Fahrfunktionen, und auch die Gigafactory in Deutschland könnte bei reibungsloser Produktion für neues Wachstum sorgen. Doch wer bei Tesla einsteigt, sollte beachten, dass die Aktie selbst nach dem jüngsten Kursrutsch ziemlich teuer gehandelt wird – und Elon Musk politisch einen zunehmend polarisierenden Kurs fährt, was den Markenwert in wichtigen Märkten drücken könnte.
KONTROVERS
⚔️ Europas Rüstungsaktien explodieren: Warum Hedgefonds jetzt zuschlagen
⚔️ Europas Verteidigungsindustrie erlebt eine Renaissance. Unternehmen wie 👉Rheinmetall, 👉Leonardo und 👉Thales haben seit Jahresbeginn satte Kursgewinne hingelegt. Allein Rheinmetall legte über 100 % zu – damit outperformt die Aktie jedes Unternehmen im S&P 500.
🔄 Der politische Kurs der USA unter Trump sorgt für Unsicherheit in Europa. Nach der Ankündigung, dass die USA nicht automatisch NATO-Partner verteidigen würden, stocken viele europäische Länder ihre Militärausgaben massiv auf. Deutschland hat kürzlich beschlossen, die Verteidigungsausgaben von der Schuldenbremse auszunehmen – ein finanzieller Befreiungsschlag für die Rüstungsindustrie.
📈 Lange Zeit waren europäische Rüstungsaktien verpönt, primär wegen ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales, Unternehmensführung). Doch Hedgefonds wie TCI Fund Management und Sachem Head Capital setzen jetzt gezielt auf diesen Sektor. 👉Leonardo, das italienische Rüstungsunternehmen, ist ein Paradebeispiel: Die Aktie stieg von 11 Euro auf über 42 Euro – und das in nur zwei Jahren.
🌟 Die große Nachfrage nach Waffen, Panzern und Sicherheitslösungen treibt nicht nur die Umsätze, sondern auch die Margen vieler Unternehmen. Rheinmetall profitiert vorwiegend von der gestiegenen Nachfrage nach Munition und Panzerfahrzeugen. 👉Thales, das französische Unternehmen, liefert Hochtechnologie für militärische Kommunikation und Cybersecurity.
🌊 Nach dem Kalten Krieg setzten europäische Staaten lieber auf Sozialausgaben als auf militärische Aufrüstung. Noch 2023 lag die europäische Verteidigungsausgabe bei nur 1,9 % des BIP, weit unter den 3,4 % der USA. Jetzt wächst das Budget rasant, hauptsächlich durch den Druck, sich unabhängiger von den USA zu machen.
🤔 Die große Frage: Hält dieser Boom an? Die geopolitischen Spannungen und das Streben nach militärischer Unabhängigkeit sprechen dafür. Europa hat erkannt, dass Frieden Sicherheit braucht.
SCREENING
🔍 Tiefencheck: Wo finden sich die spannendsten China-Chancen?
Du weißt, wie lebendig und rasant der chinesische Markt ist. Hier bekommst Du einen Überblick über ausgewählte Titel aus China, die auf Basis aktueller operativer Kennzahlen besonders herausstechen.
🌐 Kingsoft Cloud musste zuletzt einen Umsatzrückgang von 2,42 % verkraften, kämpft aber gleichzeitig mit dynamischen CAPEX-Wachstumsraten. Hier spricht die Cloud-Ausrichtung für langfristige Chancen, allerdings bleibt die Profitabilität im roten Bereich. Als möglicher Cloud-Player aus China könnte KC Dich reizen, wenn Du Geduld und Risikobereitschaft hast.
⚡ XPeng glänzt mit einem Umsatz-Boost von 66,09 % und hohen Wachstumsraten in den vergangenen Jahren (35,25 % auf 5-Jahresbasis). Zwar ist das EBITDA noch negativ, aber XPeng profitiert vom rasanten E-Auto-Boom in China. Achte unbedingt auf die Margenentwicklung, da das Unternehmen gerade massiv in F&E und Produktionskapazitäten investiert.
📡 GDS Holdings zählt im Rechenzentrumsbereich zu den bekannteren Akteuren. Mit 11,95 % Umsatzwachstum und 10,93 % EBITDA-Steigerung sieht der Datacenter-Sektor robust aus, obwohl das Unternehmen noch keine Nettogewinne ausweist. Wer auf Chinas Digitalisierung setzt und kein Problem mit Schuldenquoten hat, könnte GDS als interessanten Wert betrachten.
🛍️ JD.com punktet mit 6,84 % Umsatzwachstum sowie einem soliden EBITDA-Anstieg von zuletzt 27,30 %. Insbesondere das Einzelhandelssegment blieb robust, dennoch solltest Du die sinkende EPS-Kennzahl (18,47 % für die kommenden 12 Monate) im Auge behalten. JD.com investiert stark in Logistik, was Chancen eröffnet, aber auch Druck auf die Margen ausüben kann.
Hier enden unsere heutigen Picks aus dem China-Segment, wobei natürlich jeder Titel seine eigenen Vorzüge und Risiken hat. Die Wachstumsaussichten hängen stark von Chinas Wirtschaftsumfeld ab. Wenn Du in einen der Titel investierst, dann am besten mit klarem Risikomanagement und einem Fokus auf solide Kennzahlen.
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