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📅 Dividenden-Jäger aufgepasst: So schnappst Du Dir die Cashflow-Kaiser der Welt
Schluss mit US-Dividenden-Geiz! Entdecke 8,9 % Rendite in Europa und Japan. Viele Firmen im Check für die neue Börsenwoche.

Guten Morgen ,
starrst Du auch frustriert auf die mickrigen Ausschüttungen Deiner US-Aktien? Der S&P 500 ist zur Dividenden-Wüste verkommen.
Wir haben die Weltmärkte nach den attraktivsten Erträgen abgesucht. Von fernöstlichen Reformen bis zu europäischen Cash-Maschinen ist viel Spannendes dabei. Du erfährst heute, welche Branchen den US-Werten jetzt den Rang ablaufen könnten. Zudem zeigen wir Dir zwei Dividenden-ETFs für Dein Depot-Fundament. Viel Spaß!
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Diese Kennzahl misst die Marktbreite, indem sie die Anzahl der Aktien an der New York Stock Exchange auf neuen 52-Wochen-Hochs jener auf 52-Wochen-Tiefs gegenüberstellt. Quelle: CNN
Marktumfeld
💎 Globales Perlenfischen: Dein Weg zu echtem Cashflow abseits der Tech-Giganten
US-Aktien dominieren alles. Doch beim Blick auf die Dividenden – also den Teil des Gewinns, den Firmen bar an Dich auszahlen – erlebst Du eine Enttäuschung. Der S&P 500, der weltweit wichtigste Index, zahlt heute nur noch halb so viel wie vor zehn Jahren. Mit 1,2 % Rendite schlägst Du kaum die Inflation. Das ist ein historischer Tiefststand. Zum Vergleich: Im Jahr 2019 lag dieser Wert noch bei stolzen 2,0 %. Seit 2021 hat sich Deine Rendite in den USA faktisch halbiert.
Gleichzeitig passiert draußen in der Welt etwas Erstaunliches. Internationale Aktien, zusammengefasst im MSCI EAFE (ein Index für entwickelte Märkte außerhalb Nordamerikas), haben den US-Markt im Jahr 2025 mit dem größten Vorsprung seit Jahren abgehängt. Der Grund? Ein schwacher US-Dollar. Wenn der Dollar fällt – und das tat er 2025 um satte 9,4 % –, werden Deine Auslandsaktien automatisch mehr wert.
Aber es ist nicht nur die Währung. In Europa, Japan und den Schwellenländern, den sogenannten Emerging Markets, wird Geld verdient. Während US-Tech-Giganten ihre Gewinne lieber in künstliche Intelligenz stecken, schütten Firmen in Übersee kräftig aus. Italien lockt mit einer Rendite von 5,16 %, Australien bietet 3,77 % und Großbritannien 3,62 %. Sogar der DAX in Deutschland steht mit 2,80 % deutlich besser da als die Wall Street.
Besonders spannend ist vielleicht Japan. Jahrzehntelang galt das Land als Rendite-Friedhof. Damit ist Schluss. Die Börse in Tokio (TSE) hat eine Revolution verordnet. Sie zwingt die Firmen nun zu einer „kapitalbewussten Unternehmensführung“. Das bedeutet: Wer zu viel Cash auf der Bank hortet, bekommt Ärger.
Die Folgen sind gewaltig. Die Dividenden in Japan explodierten von 2 auf 16 Billionen Yen. Die Firmen kaufen zudem ihre eigenen Aktien zurück wie nie zuvor – über 10 Billionen Yen flossen allein im Fiskaljahr 2024 in solche Rückkäufe. Für Dich heißt das: höhere Kurse und mehr Cash auf dem Konto. Internationale Investoren haben das bemerkt. Sie halten mittlerweile 32 % aller japanischen Aktien.
Du fragst Dich vielleicht, ob der Zug schon abgefahren ist. Ein Blick auf das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), das den Aktienkurs ins Verhältnis zum Gewinn setzt, gibt Entwarnung. Während US-Aktien im Schnitt mit dem 22-fachen ihrer Gewinne bewertet werden, bekommst Du etwa britische Titel für das 12-fache. In Italien zahlst Du sogar nur das 10-fache. Du kaufst in Übersee also deutlich günstiger ein.
Du hast mindestens zwei Wege, um davon zu profitieren. Der 👉Invesco EURO STOXX High Dividend Low Volatility ETF fischt 50 schwankungsarme Euro-Aktien mit monatlich 6,25 % Dividende. Er meidet riskante Schein-Schnäppchen und liefert Renditen bei geringem Risiko.
Für Beständigkeit sorgt der 👉SPDR S&P Euro Dividend Aristocrats ETF. Dieser Fonds bündelt nur Firmen, die seit zehn Jahren ihre Dividende steigern. Mit einem KGV von 13,36 kaufst Du Qualität viel billiger als in den USA. Aber Achtung: Finanzen und Versorger reagieren empfindlich auf steigende Zinsen.
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Was die Profis machen
💰 Cashflow-Perlen: Von schwedischen Banken bis zu französischen Losen
Wenn Du tiefer graben willst, solltest Du Dir anschauen, was die Profis machen. Wir haben drei Fonds unter die Lupe genommen, die seit Jahren den Markt schlagen. Hier sind ihre besten Ideen für Dein Depot.
Christian Heck vom First Eagle Overseas Fund setzt auf „langweilige“ Qualität. Sein Favorit: 👉Svenska Handelsbanken. Das ist eine schwedische Traditionsbank, die das macht, was Banken eigentlich tun sollten: Sie nimmt Einlagen an und vergibt lokale Kredite. Kein komplizierter Derivate-Handel, keine Zockerei.
Die Aktie bietet Dir aktuell eine Rendite von 5,6 %. Warum ist sie so günstig? Weil Analysten einen Gewinnrückgang von 8 % erwarten. Die Bank investiert gerade massiv in ihre IT und leidet unter sinkenden Zinsen. Doch für Dich ist das vielleicht eine Chance. Die Dividende erscheint sicher. Die Bank schüttet nur 67 % ihrer Gewinne aus. Das ist eine gesunde Payout-Ratio, also das Verhältnis von Dividende zu Gewinn. Heck ist überzeugt: Sobald die Investitionen abgeschlossen sind, schnappen die Gewinne 2027 wieder nach oben.
Ebenfalls im First Eagle Fund findest Du 👉British American Tobacco. Die Dividendenrendite? Satte 5,8 %. Ja, klassische Zigaretten wie Dunhill oder Lucky Strike verkaufen sich schlechter. Aber BAT baut um. Das Zauberwort heißt „Velo“. Das sind Nikotinbeutel (Pouches), die ohne Tabak auskommen.
Diese neue Sparte macht bereits 14 % des Geschäfts aus und wächst rasant. Allein 2024 stieg das Volumen von Velo um 55 %. BAT wirft viel freien Cashflow ab – das ist das Geld, das nach allen Ausgaben übrig bleibt. Da das Unternehmen kaum investieren muss, fließt fast alles direkt zu Dir als Aktionär. Mit einem KGV von etwa 15 ist die Aktie zudem deutlich günstiger als der Konkurrent 👉Philip Morris.
Suchst Du noch mehr Rendite? 👉FDJ United (Française des Jeux) bietet Dir 8,9 %. Die Firma hält das Monopol für die französische Lotterie bis zum Jahr 2044. Das ist eine Lizenz zum Gelddrucken. Durch die Übernahme der Kindred Group ist FDJ jetzt auch in Großbritannien und Schweden aktiv.
Zwar hat die französische Regierung kürzlich die Steuern für Glücksspiel erhöht, was den Kurs belastete. Doch das Geschäftsmodell erscheint recht sicher. FDJ schüttet fast 90 % des operativen Gewinns aus. Warum? Weil eine Lotterie kaum Fabriken oder Forschung benötigt. Das Geld gehört den Aktionären.
Nataliya Kofman vom Vanguard Global Wellington Fund blickt auf vollkommen andere Sektoren. Darunter: 👉Honda Motor. Du kennst Honda vielleicht für den Civic, doch das wahre Gold liegt im Motorradgeschäft. In Ländern wie Indien oder Brasilien ist das Motorrad das wichtigste Fortbewegungsmittel.
Die Gewinne der Motorradsparte haben sich in drei Jahren verdoppelt und machen die Hälfte des Konzerngewinns aus. Du bekommst eine Rendite von 4,5 % und zahlst nur das 10-fache des Gewinns. Honda ist also eine Motorradfirma, die eher zum Preis eines kriselnden Autobauers gehandelt wird.
Also: Die USA sind teuer und geizig. Die Welt ist günstig und spendabel. Es ist jetzt womöglich genau die richtige Zeit, Dein Depot internationaler aufzustellen. Doch wie immer gilt: Geldanlage ist Chefsache – nämlich Deine eigene. Recherchiere selbst, wir können Dir nur ein paar Hinweise liefern.
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