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hast Du am 23. Februar auch ungläubig auf Dein Depot gestarrt? Der plötzliche Absturz von IBM und das Beben bei Kyndryl haben viele Anleger eiskalt erwischt. Die Angst geht um, dass künstliche Intelligenz die alten Rechenriesen einfach obsolet machen könnte.

Wer jetzt panisch verkauft, übersieht aber das eiserne Fundament unserer Weltwirtschaft. In dieser Ausgabe erfährst Du, ob der Markt gerade eine gewaltige Fehlentscheidung trifft. Wir jagen den Gerüchten um COBOL hinterher und prüfen die unbezwingbaren Festungen von SAP bis Oracle.

Schnall Dich an für eine Reise durch die Welt der Mainframes und KI-Chips. Es geht um Milliardensummen und die Frage, wer am Ende wirklich lachen wird. Viel Spaß beim Lesen!

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Claude droht

🏛️ IBM und das COBOL-Erbe: Warum dieser Dino überlebt

Am 23. Februar 2026 geschah es: Die 👉IBM-Aktie stürzte an einem einzigen Tag um 13,2 % ab. Es war der schwärzeste Handelstag seit über einem Vierteljahrhundert. Panik griff um sich, weil ein KI-Modell namens Claude plötzlich COBOL lesen konnte. Aber hast Du Dich gefragt, ob die Weltwirtschaft wirklich wegen eines Software-Updates kollabieren könnte?

Der Markt zitterte vor einer Pressemitteilung der Firma Anthropic. Ihr Programm Claude Code soll COBOL-Codebasen analysieren und modernisieren können. COBOL ist die uralte Programmiersprache, die wie die Schriftrollen vom Toten Meer der Technikwelt wirkt. Viele Anleger glaubten sofort, dass IBMs Mainframe-Geschäft nun stirbt. Wer braucht noch teure Hardware, wenn eine KI den alten Code in einer Nacht umschreibt?

Doch einige Experten halten diese Angst für vollkommen unbegründet. In der Welt der Hochfinanz geht es nicht um Schnelligkeit, sondern um Sicherheit. 43 % aller Bankensysteme weltweit laufen heute noch auf COBOL. Ganze 85 % dieses Codes werden auf IBM-Mainframes verarbeitet. Das sind die riesigen Rechenschränke, die das Rückgrat unserer Wirtschaft bilden.

Diese Systeme verarbeiten täglich 3 Milliarden Transaktionen im internationalen Bankverkehr. 600 Großbanken verlassen sich auf diese Technik. Glaubst Du wirklich, dass ein Risikovorstand einer globalen Bank dieses System abschaltet? Nur weil ein Start-up ein neues Tool veröffentlicht hat? Niemand unterschreibt einen solchen Wechsel, solange das Risiko eines Systemausfalls besteht.

👉IBM ist so geschäftskritisch wie vielleicht kein zweites Unternehmen auf diesem Planeten. Das Unternehmen betreibt die Rohre, durch die das Geld der Welt fließt. Hier gilt eine Null-Fehler-Toleranz. Ein System muss 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr laufen. Das ist das Versprechen von IBM.

Aktuelle KI-Modelle haben ein gewaltiges Problem: Sie halluzinieren. Das bedeutet, sie erfinden Fakten oder machen logische Fehler, die täuschend echt aussehen. Bei einer Überweisung von einer Milliarde Euro ist das eine Katastrophe. IBM-Kunden können sich keine Wahrscheinlichkeiten leisten.

Sie benötigen Gewissheit. Deshalb sind die jahrzehntelangen Kundenbeziehungen von 👉IBM so wertvoll. Viele Banken arbeiten seit über 50 Jahren mit dem Konzern zusammen. Diese tiefe Integration reißt man nicht für eine glänzende neue Plattform ohne Fundament heraus. IBM ist das System der Wahrheit für die weltweit größten Firmen.

Schau Dir die Zahlen von IBM für das vierte Quartal 2025 an. Der Umsatz kletterte auf 19,7 Milliarden US-Dollar. Das ist ein Plus von 12 % im Vergleich zum Vorjahr. Viele Analysten hatten mit deutlich weniger gerechnet. Vor allem die Software-Sparte glänzte mit einem Wachstum von 14 %.

Besonders beeindruckt der Free Cashflow, also das Geld, das nach allen Investitionen in der Kasse bleibt. Dieser stieg auf 7,6 Milliarden Dollar an. Das ist ein satter Zuwachs von 1,4 Milliarden Dollar gegenüber dem Vorjahresquartal. IBM verdient so viel Geld wie nie zuvor in seiner Software-Geschichte. Für das Jahr 2026 prognostiziert das Management sogar 15,7 Milliarden Dollar an Free Cashflow.

Dazu kommt das Auftragsbuch für generative KI. Es ist mittlerweile auf über 12,5 Milliarden Dollar angeschwollen. Das alles sind bereits unterzeichnete Verträge. Vor zwei Quartalen lag dieser Wert noch bei 7,5 Milliarden Dollar. Die Nachfrage nach IBM-Expertise beschleunigt sich also, statt einzubrechen.

Im April 2025 hat 👉IBM den z17 vorgestellt. Das ist ein modernes Kraftpaket für künstliche Intelligenz. Das Herzstück ist der Telum-II-Prozessor. Dieser Chip schafft 450 Milliarden KI-Rechenschritte pro Tag. Und das Wichtigste: Er tut das mit einer Latenz, also einer Verzögerung, von unter einer Millisekunde.

Das System hat achtmal so viele KI-Kerne wie sein Vorgänger. Fünf Jahre lang haben über 100 Kunden an der Entwicklung mitgewirkt. Der z17 ist dafür gebaut, KI direkt in den laufenden Transaktionsprozess einzubinden. Man nennt das Inferenz, also das Anwenden eines gelernten Modells auf neue Daten. Das passiert hier in Echtzeit, während Du mit Deiner Kreditkarte bezahlst.

Der Mainframe-Markt schrumpft deshalb nicht. Experten rechnen mit einem jährlichen Wachstum von fast 6 % bis zum Jahr 2031. Banken kauften allein im Jahr 2023 insgesamt 1.400 neue Mainframe-Systeme. IBM investiert in den nächsten 5 Jahren 150 Milliarden Dollar in seine Standorte. 30 Milliarden davon fließen direkt in die Mainframe-Hardware.

An der Börse erleben wir gerade eine brutale Selektion. Der breite Software-Sektor hat seit Jahresbeginn fast 20 % verloren. Investoren verkaufen vieles, was nach Software riecht. Sie fürchten, dass KI-Agenten bald ganze Programme ersetzen. Doch schau besser genau hin, wen es wirklich trifft.

Unternehmen wie 👉Asana sind sicherlich gefährdet. Sie bieten eine hübsche Benutzeroberfläche für Aufgaben, die auch eine KI erledigen kann. Solche „Nice-to-have“-Lösungen haben wahrscheinlich nur wenig Fundament. Sie besitzen keinen Burggraben aus Daten oder tiefer technischer Integration. Wenn eine KI die Arbeit macht, braucht niemand mehr ein buntes Dashboard.

👉IBM ist das Gegenteil davon. IBM ist die Infrastruktur. Die Granite-Modellfamilie von IBM zeigt diesen Weg. Diese KI-Modelle sind speziell für Unternehmen entwickelt. Sie kosten bis zu 90 Prozent weniger als die Konkurrenz. Zudem sind sie als erste offene Sprachmodelle nach dem internationalen Standard ISO 42001 zertifiziert.

Aber ehrlich: Nicht alles bei 👉IBM glänzt. Die Consulting-Sparte ist das Sorgenkind. Sie wuchs zuletzt nur um mickrige 3 %. Das erscheint zu wenig, wenn man sich den Rest des Konzerns ansieht. Hier spürt IBM den Druck der Automatisierung.

Der Konkurrent 👉Accenture macht vor, wie es geht. Dort explodieren die Buchungen für KI-Projekte förmlich. Accenture positioniert KI als Werkzeug, das Berater mächtiger macht. IBM hinkt hier noch etwas hinterher. Die Kunden fragen sich: Kann eine KI die Arbeit eines teuren Beraters bald umsonst erledigen?

👉IBM muss beweisen, dass seine Berater unverzichtbar bleiben. Sie müssen den Firmen helfen, die komplizierte Technik in den Alltag zu integrieren. Ein Backlog von 32 Milliarden Dollar im Consulting-Bereich ist ein Puffer. Aber dieses Segment braucht dringend mehr Dynamik. Das ist vermutlich das größte Risiko für die Aktie.

Also: Der Ausverkauf der 👉IBM-Aktie erscheint als klassische Überreaktion. Mr. Market hat Angst vor einer Zukunft, in der KI alles ersetzt. Aber er vergisst die Realität der regulierten Industrien. Banken und Airlines tauschen ihr Gehirn nicht während des Fluges aus. Sie benötigen Partner, denen sie seit Jahrzehnten vertrauen.

👉IBM verdient prächtig an der Transformation. Das Unternehmen ist kein Opfer der künstlichen Intelligenz. Es ist ein Profiteur. Mit dem z17-Mainframe und den Granite-Modellen hat IBM die richtigen Werkzeuge im Kasten. Der massive Cashflow sichert zudem die Dividende und zukünftige Investitionen.

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🔄 Peers und Konkurrenten: Lohnt sich das Investment in einen Sanierungsfall?

Am 9. Februar 2026 bereits stürzte die Welt von 👉Kyndryl in sich zusammen. Die Aktie des weltgrößten IT-Infrastruktur-Dienstleisters kollabierte an einem einzigen Tag um 55 %. Es war der schwerste Einbruch der Unternehmensgeschichte und ein Schock für alle, die auf den IBM-Ableger gesetzt hatten. Aber ist dieser Trümmerhaufen jetzt die Chance Deines Lebens oder eine tödliche Falle für Dein Kapital? Wir haben uns angeschaut, welche Alternativen zum „Blauen Riesen“ wirklich glänzen.

👉Kyndryl verwaltet genau die kritischen Systeme, die IBM einst baute. Eigentlich sah alles nach einem perfekten Turnaround aus. Das Unternehmen erzielte im ersten Halbjahr 2026 einen Gewinn von 124 Millionen Dollar nach jahrelangen Verlusten. Doch dann forderte die US-Börsenaufsicht SEC Dokumente zum Cash-Management an. Sofort verließen der Finanzchef und zwei weitere Top-Manager fluchtartig das Schiff.

Nun drohen Klagen wegen Wertpapierbetrugs und mangelhafter Finanzkontrollen. Die Aktie wirkt mit einem Verhältnis von Unternehmenswert zu Umsatz von nur 0,58 ziemlich günstig. Die Branche wird deutlich höher bewertet. Trotz operativer Erfolge bleibt das Papier aktuell aber wohl nur eine reine Spekulation auf eine glimpfliche Schadenskontrolle. 

Während die Consulting-Sparte von IBM stagniert, feiert 👉Accenture ein wahres KI-Fest. Das Unternehmen steigerte seine KI-Umsätze im ersten Quartal 2026 um satte 120 %. Die Auftragsbücher für fortgeschrittene künstliche Intelligenz füllten sich um 76 % auf 2,2 Milliarden Dollar. Accenture beweist damit eindrucksvoll, dass Berater in der neuen Welt keineswegs aussterben.

Das Unternehmen fungiert als unverzichtbarer Brückenbauer für die Fortune-500-Welt. Kein anderer Berater sitzt so nah an den Entscheidungsprozessen der globalen Konzerne. Wer auf bewiesenes Wachstum statt auf vage Versprechen setzen will, findet bei Accenture seinen Hafen. Hier wird KI nicht nur diskutiert, sondern massiv in bare Münze verwandelt.

👉Oracle hat sich klammheimlich zum Infrastruktur-Giganten der KI-Ära gewandelt. Der Umsatz mit Cloud-Infrastruktur schoss im dritten Quartal um 84 % auf 4,9 Milliarden Dollar nach oben. Das Unternehmen sitzt inzwischen auf einem Berg von 553 Milliarden Dollar an vertraglich zugesicherten Umsätzen. Das ist ein Zuwachs von 438 % gegenüber dem Vorjahr.

Dieser Erfolg fußt auf einem Datenbank-Monopol in regulierten Branchen. Niemand migriert seine Oracle-Datenbank freiwillig in ein anderes System. Die Risiken und die Kosten für neue Zertifizierungen sind schlicht zu hoch für die meisten Firmen. Dieser gewaltige Burggraben schützt die Gewinne und treibt Oracle in neue Bewertungssphären.

In der Welt der Konzern-Software bleibt 👉SAP eine starke Festung. Zwei Drittel aller neuen Cloud-Aufträge enthielten Ende 2025 bereits die hauseigene Geschäfts-KI. Der Bestand an Cloud-Aufträgen wuchs um 30 % auf beachtliche 77 Milliarden Euro an. SAP nutzt dabei die gleiche Logik wie IBM: Die Systeme sind schlicht zu groß zum Abschalten.

Über das Programm „RISE with SAP“ migrieren Kunden ihre alten Prozesse direkt in die Cloud. Das sichert dem Konzern jahrelange und vor allem wiederkehrende Einnahmen. Wer eine konservative Wette auf die Digitalisierung der Industrie sucht, kommt an SAP kaum vorbei. Die Verzahnung mit den globalen Lieferketten ist ein Schutzwall gegen jeden Newcomer.

Abseits der Software sichert sich 👉Marvell Technology seinen Platz im Hardware-Stack der Zukunft. Das Unternehmen designt spezialisierte KI-Chips, die effizienter arbeiten als Standard-Grafikkarten. Für das Jahr 2027 prognostiziert das Management ein Umsatzplus von 30 % auf über 11 Milliarden Dollar. Die Aktie sprang nach dem Update direkt um 11 % nach oben. Marvell ist eine spannende Wahl für Dich, wenn Du von der Hardwaregier der Rechenzentren profitieren willst.

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