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⛽ Chevron oder Exxon: Wer gewinnt das Rennen um die LNG-Vorherrschaft?
Welcher Riese gehört ins Depot? Entdecke zudem die lukrativen Hebel der Schaufelverkäufer.

Guten Morgen ,
während die Welt über die Energiewende diskutiert, machen die fossilen Giganten so viel Kasse wie nie zuvor. Wir haben für Dich das Duell der Titanen zerlegt und einen potenziellen Sieger ausgemacht. Doch Vorsicht: Die nackten Zahlen erzählen nur die halbe Geschichte.
Wir blicken heute tief in die Schlammgruben der Permian-Wüste und auf die Offshore-Schätze Guyanas. Von geopolitischen Pokerzügen in Venezuela bis zu den heimlichen Profiteuren, die nur die Werkzeuge liefern, ist alles dabei. Viel Freude beim Lesen!
tl;dr
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Der Fear & Greed Index misst die aktuelle Stimmung am Aktienmarkt – von extremer Angst (0) bis zu gieriger Euphorie (100). Quelle: CNN
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Eli Lilly vs. Novo Nordisk
Nach den jüngsten Quartalszahlen, die beide Player am Mittwoch vor Handelsbeginn veröffentlichten, hat sich im wohl wichtigsten Pharma-Duopol der Welt ein klarer Bruch im Narrativ ergeben. Beide spielen im selben Megamarkt – GLP-1, Diabetes, Adipositas. Aber nach den Earnings ist klar: Momentum und Erwartung laufen auseinander.
Eli Lilly liefert – Novo Nordisk enttäuscht relativ.
Was der Markt gesehen hat: Eli Lilly hat mit den Zahlen nicht nur starkes Wachstum gemeldet, sondern vor allem den Ausblick nach oben gezogen. Mounjaro und Zepbound skalieren schneller als erwartet, Nachfrage trifft auf verbesserte Produktionskapazitäten. Das ist kein Einmaleffekt, sondern operatives Momentum.
Novo Nordisk dagegen bleibt profitabel und dominant – aber die Dynamik lässt nach. Preisdruck in den USA, Kapazitätsfragen und zunehmender Wettbewerb sorgen dafür, dass die Erwartungen an das Wachstum nach unten angepasst werden mussten. Kein Desaster – aber ein klarer Stimmungswechsel.
Warum das jetzt entscheidend ist: Der Markt bewertet GLP-1 nicht nach Status quo, sondern wer Marktanteile gewinnt. Und genau hier verschiebt sich die Wahrnehmung: Lilly wird zunehmend als der aggressivere Gewinner im Wachstumsrennen gesehen, Novo als der Platzhirsch, der verteidigen muss.
Kurz gesagt: Der Abnehmspritzen-Boom ist intakt. Aber nach diesen Zahlen glaubt der Markt stärker an Eli Lillys Angriff, während Novo Nordisk erstmals defensiver gelesen wird. Das ist kein endgültiges Urteil – aber ein klarer Signalwechsel nach den Earnings..
Wunsch-Analyse der Zero-Community
🛢️ Exxon vs. Chevron: Welcher Öl-Gigant Dein Depot wirklich vergolden könnte
Wir schreiben das Jahr 2026, und während die Welt über die Energiewende diskutiert, machen die Giganten Exxon Mobil und Chevron Kasse. Aber welcher dieser Titanen gehört wirklich in Dein Depot? Wir haben uns die nackten Zahlen, die geheimen Synergien und die geopolitischen Joker angesehen.
Wenn Du auf brachiale operative Kraft setzen willst, kommst Du an Exxon Mobil wohl kaum vorbei. Das Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren transformiert. CEO Darren Woods hat den Konzern auf Effizienz getrimmt, und das zahlt sich jetzt aus. Exxon plant, seinen operativen Cashflow – also das Geld, das durch die laufende Geschäftstätigkeit in die Kasse fließt – auf 98 Milliarden Dollar im Jahr 2030 zu steigern.
Das Herzstück dieser Strategie ist Guyana. Hier ist Exxon der Betreiber des Stabroek-Blocks, einer der bedeutendsten Funde der letzten Jahrzehnte. Bis Ende des Jahres will man dort die Produktion auf über 1,15 Millionen Barrel pro Tag hieven. Auch im heimischen Permian Basin, dem größten Schieferölgebiet der USA, kennt Exxon keine Grenzen: Das Ziel sind 2,5 Millionen Barrel bis 2030. Das wäre eine glatte Verdopplung der aktuellen Produktion.
Aber Exxon ist nicht nur im „Upstream“ (Exploration und Förderung) stark. Auch im „Downstream“ (Raffination und Vertrieb) und bei den Spezialchemikalien glänzt der Riese. Besonders das Segment der „Specialty Products“, also hochwertige Schmierstoffe und Materialien, erzielt hohe Margen, was das Unternehmen unabhängiger von den schwankenden Rohölpreisen macht.
Chevron ist die defensivere, aber keineswegs langweilige Wahl. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 336 Milliarden Dollar ist Chevron ein Schwergewicht, das zuletzt durch die Übernahme der Hess Corporation für rund 48 Milliarden Dollar im Juli 2025 von sich reden machte. Diese Akquisition war recht spannend: Sie brachte Chevron einen 30-prozentigen Anteil an den Feldern in Guyana und massive Synergien, also Kosteneinsparungen durch den Zusammenschluss, von schätzungsweise 1,5 Milliarden Dollar jährlich.
Chevron punktet vorrangig, wenn Du ein Fan von Sicherheit und Dividenden bist. Die Dividendenrendite liegt stabil bei 4,0 bis 4,5 %, und das Unternehmen hat seine Ausschüttungen seit fast 40 Jahren jedes Jahr erhöht. Zudem ist Chevron ein Meister der Kapitaldisziplin. Der „Breakeven-Preis“ – also der Ölpreis, bei dem die Kosten für Dividenden und Investitionen gerade so gedeckt sind – liegt bei unter 50 Dollar pro Barrel Brent. Zum Vergleich: Viele Analysten erwarten für 2026 Preise zwischen 56 und 65 Dollar. Chevron sitzt also trocken im Boot, auch wenn der Markt rauer wird.
Obwohl Exxon mit einem EV/EBITDA-Multiple von 9,6 teurer bewertet ist als Chevron (7,9) – das ist das Verhältnis vom Unternehmenswert zum Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen –, könnte das Wachstum diesen Aufpreis rechtfertigen. Die Berechnungen einiger Analysten zeigen: Während Chevron eine solide, marktübliche Rendite liefert, könnte Exxon den S&P 500 mit über 17 % pro Jahr deutlich schlagen.
Ein Faktor, den Du auf dem Schirm haben solltest, ist Venezuela. Nach der US-Invasion Anfang 2026 zur Absetzung von Nicolás Maduro könnte sich dort ein riesiges Potenzial öffnen. Chevron ist der einzige US-Riese, der dort noch aktiv ist und seine Produktion in 18 bis 24 Monaten um 50 % steigern könnte. Exxon hingegen hält sich bisher zurück und nennt das Land „uninvestierbar“, solange keine stabile Demokratie herrscht. Doch Marktkenner wissen: Exxon spielt hier das „Long Game“. Sollte sich die Lage stabilisieren, könnte Exxon durch Joint Ventures mit der staatlichen PDVSA massiv profitieren.
Also: Sowohl Exxon als auch Chevron sind profitabel, schwimmen in Cash und verwöhnen ihre Aktionäre mit Rückkäufen und Dividenden. Die Kombination aus der Dominanz in Guyana, der technologischen Überlegenheit im Permian Basin und den gigantischen Cashflow-Projektionen von 234 Milliarden Dollar an überschüssigem Kapital bis 2030 spricht eher für Exxon. Aber denk daran: Geldanlage ist Chefsache – nämlich Deine eigene.
Peers
🏗️ Jenseits von Exxon: Die heimlichen Gewinner des neuen Öl-Booms
Hast Du Dich schon einmal gefragt, wer bei einem Goldrausch eigentlich am meisten verdient? Oft sind es nicht die Goldschürfer selbst, sondern die Menschen, die ihnen die Schaufeln verkaufen. Im Jahr 2026 erleben wir genau das im Energiesektor. Während Exxon Mobil und Chevron die Schlagzeilen beherrschen, gibt es ein ganzes Ökosystem aus Konkurrenten und Zulieferern, die sich in den Wachstumsfeldern Guyana, Permian Basin und LNG – also verflüssigtem Erdgas – die Taschen füllen.
Wenn Dir Exxon zu US-lastig ist, solltest Du einen Blick auf Europa werfen. Die klassischen IOCs (Integrated Oil Companies – Konzerne, die von der Bohrung bis zur Tankstelle alles abdecken) haben jeweils ganz eigene Trümpfe im Ärmel.
Shell prognostiziert, dass die weltweite Nachfrage nach Flüssiggas bis 2040 um satte 60 % steigen wird. Das Unternehmen nutzt seine enorme Größe im Handel, um die Volatilität, also die Preisschwankungen am Markt, auszugleichen.
Bei TotalEnergies bekommst Du ein „Zwei-Motoren-Modell“. Der Konzern setzt massiv auf LNG – mit einem geplanten Cashflow-Wachstum von über 70 % bis 2030 – und investiert gleichzeitig kräftig in Stromprojekte. Das bietet Dir einen gewissen Schutz gegen reine Ölpreis-Zyklen.
Nachdem BP jahrelang die grüne Karte spielte, investiert das Management nun wieder rund 10 Milliarden Dollar jährlich in Öl und Gas, um die Produktion zu stabilisieren.
Willst Du den direkten Hebel auf den Ölpreis ohne den Puffer von Raffinerien oder Chemie-Anlagen? Dann suchst Du nach Upstream-Beta – also Aktien, die besonders stark auf Preisänderungen bei der Förderung reagieren.
ConocoPhillips ist der Inbegriff eines reinen E&P-Players (Exploration & Production – das Suchen und Fördern von Rohstoffen). Hier zählt nur die Effizienz bei der Förderung. Occidental hingegen bietet eine spannende Technologiewette: Mit ihrer Tochter 1PointFive setzen sie auf DAC (Direct Air Capture – ein Verfahren, um CO₂ direkt aus der Luft zu filtern). Das ist ein Burggraben durch technologischen Vorsprung, den zurzeit kaum ein anderer Förderer hat.
Die Schaufelverkäufer: Wenn Exxon seine Produktion im Permian Basin bis 2030 auf 2,5 Millionen Barrel hochfahren will, braucht es Dienstleister, die mithalten können.
SLB & Halliburton: Während Halliburton der Spezialist für das Fracturing (das Aufbrechen von Gesteinsschichten unter hohem Druck) in den USA ist, wandelt sich SLB zum Tech-Konzern, der das Ölgeschäft digital aufmotzt. Die Digital-Margen von SLB lagen zuletzt bei beeindruckenden 28 %.
TechnipFMC ist ein Pure-Play im Subsea-Bereich, also für Anlagen auf dem Meeresgrund. Mit einem Auftragsbestand von rund 16 Milliarden Dollar besteht hier ein enormes Potenzial für die nächsten Jahre.
Ohne SBM Offshore läuft in Guyana fast nichts. Sie bauen und betreiben die FPSOs (Floating Production Storage and Offloading – schwimmende Anlagen, die Öl direkt auf See fördern, lagern und verladen).
Wo Licht ist, ist auch Schatten. Das größte Risiko liegt oft im Bereich EPC (Engineering, Procurement, Construction – die komplette Planung und Ausführung von Großprojekten). Ein mahnendes Beispiel ist das Golden-Pass-LNG-Projekt: Hier geriet der Baupartner Zachry in die Insolvenz. Solche Kosten- und Zeitrisiken bleiben oft bei den Auftragnehmern hängen, nicht bei den finanzstarken Ölmultis.
Webinar
🪙 Gold-Rausch oder Preis-Sturz? Nutze die Edelmetall-Chancen
Hast Du Lust, die großen Marktbewegungen nicht nur zu beobachten, sondern aktiv mitzuspielen? Am kommenden Mittwoch, den 11. Februar um 18 Uhr, zeigen wir Dir, wie Du echte strukturelle Megatrends von kurzfristigem Rauschen unterscheidest. Es geht nicht darum, jeder Bewegung hinterherzulaufen, sondern Wachstumschancen gezielt einzuordnen und zu handeln. Markiere Dir diesen Termin fett im Kalender, denn wir machen Schluss mit vagen Vermutungen.
Der jüngste Preisrutsch bei Gold und Silber hat viele kalt erwischt – doch für Dich könnte genau hier die große Chance liegen! Wir analysieren, ob die aktuellen Rücksetzer die perfekte Einstiegsgelegenheit bieten oder ob taktische Short-Szenarien im Moment die klügere Wahl sind. Edelmetalle sind weit mehr als nur ein Rettungsboot; sie sind Dein strategischer Baustein für ein smart diversifiziertes Depot.
Wir bringen den Hebeleffekt ins Spiel. Erfahre, wie Du Deine Ertragschancen vervielfachst, ohne dass Dir das Risiko aus dem Ruder läuft. Wir sprechen Klartext über Positionsgrößen, präzises Timing und die knallharten Regeln, die Dich vor Fehlgriffen schützen. Es geht um konsequente Risikosteuerung, während Du an den Märkten den Turbo zuschaltest.
Anhand konkreter Set-ups lernst Du den gesamten Weg von der ersten Handelsidee bis zum Management Deiner laufenden Positionen. Melde Dich an und entwickle klare Routinen für Deinen aktiven Börsenalltag, damit Du nach diesem Webinar einen strukturierten Plan für Deine nächsten Trades in den Händen hältst.
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