Guten Morgen {{vorname}},

Krieg im Nahen Osten, Ölschock, ein neuer Fed-Chef und Top-Aktien mit über 30 % Kursverlust. Genau in solchen Momenten entstehen oft interessante Einstiegsgelegenheiten. Der Markt schlägt mit breitem Pinsel zu und trifft dabei Unternehmen, deren Zahlen keine Bestrafung verdienen.

In dieser Ausgabe schauen wir hinter die Kulissen: Was denken die großen institutionellen Geldmanager gerade wirklich? Und welche Aktien lohnen trotz roter Vorzeichen einen genauen Blick? 

Empfiehl uns weiter auf X, Instagram, TikTok und Co. Nutze dafür am besten Deinen Referral-Link: {{ rp_refer_url }}

tl;dr

😍 Diese Wertpapiere zeigen wir Dir heute

Jetzt klicken und Zahlen checken:

Marktstimmung

📊 Mehr als die Hälfte der Profis ist bullish – trotz Iran-Krieg

87 % aller S&P-500-Unternehmen haben im ersten Quartal 2026 die Gewinnerwartungen der Analysten übertroffen. Der Fünfjahresdurchschnitt liegt bei gerade mal 78%. Das ist keine Kleinigkeit. Und es wirft eine Frage auf, die uns seit Wochen beschäftigt: Wie kann die Börse Rekordstände markieren, während im Nahen Osten Krieg herrscht und Öl auf 112 Dollar je Barrel klettert?

Eine aktuelle Umfrage unter 105 professionellen Portfoliomanagern und Strategen (erhoben zwischen dem 25. März und 10. April 2026) liefert eine überraschend klare Antwort. 54 % der Teilnehmer geben an, bullish für die nächsten zwölf Monate zu sein. Im Oktober 2025 waren es noch 47%. Gleichzeitig sank das Bärenlager von 19 auf 17%. Die Profis schauen also über den Krieg hinaus – und das hat gute Gründe.

Die Magnificent Seven, also 👉Apple, 👉Microsoft, 👉Nvidia & Co., wachsen 2026 mit geschätzten 24,6 % beim Gewinn je Aktie. Bemerkenswert ist aber, was dahinter passiert: Die restlichen 493 Unternehmen im S&P 500 kommen auf 15,9 % Gewinnwachstum. Der Markt trägt sich also nicht mehr allein auf den Schultern der Tech-Riesen. Das Forward-KGV, also das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der Gewinnschätzungen für die nächsten zwölf Monate, liegt beim S&P 500 bei 21, klar über dem Zehnjahresdurchschnitt von 19. Aber 46 % der befragten Profis halten den Markt trotzdem für fair bewertet, 12 % sogar für günstig. Vor 6 Monaten sahen noch 57 % den Markt als überbewertet an.

36 % der Umfrageteilnehmer favorisieren Small-Caps als beste Anlagekategorie der nächsten zwölf Monate. Die Zahlen geben ihnen recht: Der Russell 2000 liegt bereits 11,4 % im Plus für das laufende Jahr. Der S&P SmallCap 600 handelt bei nur 15,5-fachen Gewinnen, einem Abschlag von 26 % gegenüber dem großen Index. Historisch lag dieser Discount bei lediglich 15 %. Wenn die Trump-Administration mit Steuererleichterungen und Deregulierung liefert, dürften kleinere Unternehmen überproportional profitieren.

Die Straße von Hormus ist so etwas wie der Flaschenhals der Weltwirtschaft – rund 20% des globalen Ölangebots passieren sie täglich. Als der Iran-Krieg diese Route blockierte, schoss Brent von 74 Dollar Ende 2024 auf über 112 Dollar im März 2026. Selbst nach dem Waffenstillstand am 8. April fiel der Preis nur auf rund 95 Dollar. Das ist noch immer 30 % über Vorkriegsniveau. Das Medianprognoseziel der befragten Profis: 80 Dollar in zwölf Monaten, 20 % höher als vor dem Krieg. Eric Green von Penn Capital bringt es auf den Punkt: Ein einziger Raketentreffer von Milizen kann die Energieversorgung erneut destabilisieren. Er ist deshalb signifikant in Energiewerten übergewichtet.

Kevin Warsh wird aller Voraussicht nach Jerome Powell als Fed-Chef ablösen. Powells Amtszeit endet am 15. Mai 2026. 54 % der befragten Investoren vertrauen Warsh, nur 7 % stehen ihm skeptisch gegenüber. Entscheidend ist dabei eine Nuance: 68 % der Profis halten den aktuellen geldpolitischen Kurs für angemessen, und sie erwarten, dass Warsh diesen Kurs beibehält. Trump möchte Zinssenkungen, Warsh hat in seiner Anhörung Unabhängigkeit versprochen.

Seit Trumps Amtsantritt hat der US-Dollar rund 10 % verloren. Das bedeutet Rückenwind für alle, die außerhalb der USA investieren. 66 % der befragten Profis sind bullish für internationale Aktien, 43 % planen, ihr Engagement zu erhöhen. Emerging Markets wie Südkorea, Taiwan, Brasilien und Osteuropa erscheinen besonders attraktiv – und 2025 übertrafen Schwellenländeraktien die USA bereits um 6,6 Prozentpunkte in Lokalwährung.

Screening

📉 Alle im Minus, kaum eine verdient es: Spannende Aktien im Härtetest

👉Pegasystems auf einem 52-Wochen-Tief. 👉The Trade Desk um 35 % gefallen. 👉DocuSign, 👉Nemetschek, 👉Life360: alle tief im roten Bereich. Wer diese Liste sieht, denkt zunächst an Unternehmen mit echten Problemen. Tatsächlich liefern einige Firmen zweistelliges Umsatzwachstum, starke Free-Cashflow-Margen und ausgezeichnete Fundamentaldaten. Was wir jetzt mit Dir durchgehen wollen: Welche dieser Aktien verdienen die Kurskorrektur und welche hat der Markt zu Unrecht abgestraft?

Software-Aktien stecken 2026 in einer Bewertungskorrektur. In einer aktuellen Umfrage unter 105 institutionellen Portfoliomanagern rechnen 41 % der Teilnehmer innerhalb der nächsten zwölf Monate mit einem Bärenmarkt. Wer so denkt, verkauft zuerst Wachstumsaktien mit hohen Multiples. Dazu kommt ein strukturelles Misstrauen gegenüber Software im KI-Zeitalter: Anleger stellen sich nicht mehr nur die Frage, ob Unternehmen KI einsetzen, sondern ob ihre Produkte überhaupt noch gebraucht werden. Diese Frage trifft die Aktien aus unserem heutigen Screening sehr unterschiedlich.

Kein Unternehmen auf dieser Liste liefert bessere kombinierte Kennzahlen als 👉Life360, und kein Unternehmen wird so oft ignoriert. EBIT-Wachstum von 336 %, Free-Cashflow-Wachstum von 195 %, Umsatzwachstum von 31,8 %, und das bei einer Marktkapitalisierung von gerade einmal 2,94 Milliarden Euro. Seit Jahresstart verlor die Aktie mehr als 33 %.

70 Millionen Familien weltweit nutzen 👉Life360 zur Echtzeitortung, für Unfallbenachrichtigungen und Notfallhilfe. Das Abo-Modell in drei Stufen erzeugt wiederkehrende Erlöse mit außergewöhnlich hoher Kundenbindung. Im vierten Quartal 2025 erzielte das Unternehmen erstmals überhaupt einen Quartalsgewinn. Für 2026 erwartet das Management 640 bis 680 Millionen Dollar Umsatz. Bis 2027 sehen einige Analysten bereits 783 Millionen. Der Burggraben ist emotionaler Natur: Wer einmal seine Familie in der App vernetzt hat, kündigt eher selten. Das strukturelle Upside liegt in Europa und Asien. Dort ist 👉Life360 noch kaum präsent, und der Großteil der 70 Millionen Nutzer zahlt bis heute nichts.

👉The Trade Desk ist die wichtigste unabhängige Werbeplattform der Welt, über die Werbetreibende digitale Anzeigen in Echtzeit kaufen, ohne sich in die Ökosysteme von 👉Google oder 👉Meta zu begeben. Der Vorteil: Werbetreibende behalten volle Datenkontrolle. Die Free-Cashflow-Marge liegt bei 27 %, das Umsatzwachstum bei 18,47%. Die 32 Analysten, die die Aktie beobachten, halten trotz des Kursrückgangs mehrheitlich an einem Kaufurteil fest – mit einem Durchschnittskursziel von 52,53 Dollar, also fast doppelt so hoch wie der aktuelle Kurs.

Die Wachstumsrate verlangsamt sich sichtbar. Im vierten Quartal 2025 wuchs der Umsatz noch um 14 %. Für das erste Quartal 2026 peilt das Management nur noch rund 10% an, der schwächste Wert seit Jahren. CEO Jeffrey Green hat eine Neuausrichtung angekündigt: vom aktuellen Umsatzniveau von rund 3 Milliarden Dollar auf ein langfristiges Potenzial von 10 Milliarden Dollar. Wer darauf setzt, dass das offene Internet gegen Walled Gardens gewinnt, findet hier eines der klarsten strukturellen Investments im Technologiesektor.

👉Nemetschek ist vermutlich das beständigste Unternehmen auf unserer Liste. Der Münchener Softwarekonzern beliefert Architekten, Ingenieure und Bauunternehmer mit Planungssoftware unter Marken wie Archicad, Allplan, Bluebeam und Vectorworks. 2025 überschritt der Umsatz erstmals die Milliarde.

Der Burggraben ist tief: Wer 20 Jahre mit Archicad plant, lernt nur unwillig neue Software. Die Free-Cashflow-Marge von 32,67 % und eine EBITDA-Marge von 32 bis 33 % zeigen, wie profitabel das SaaS-Umstiegsmodell ist. Im April 2026 unterzeichnete 👉Nemetschek die Übernahme von HCSS, einem führenden Anbieter für Infrastruktur-Bausoftware. Das erweitert den adressierbaren Markt von Hochbau auf Tiefbau und Infrastruktur erheblich. Dass die Aktie trotzdem deutlich im Minus liegt, ist keine Reaktion auf schlechte Zahlen, sondern Folge einer allgemeine Neubewertung von Software-Multiples.

👉Pegasystems hat möglicherweise das attraktivste Risikoprofil für geduldige Anleger. Das Unternehmen liefert Low-Code-Prozessautomatisierungs- und CRM-Software für Großkonzerne: Kernbankensysteme, Schadenbearbeitung bei Versicherern, Kundenservice-Hubs. EBIT-Wachstum von 76,85 %, Free-Cashflow-Wachstum von 45,1 %, eine Free-Cashflow-Marge von 28,1 %. Und die Aktie notiert auf einem 52-Wochen-Tief.

Das KI-Werkzeug Pega Blueprint verkürzt Einarbeitungszeiten neuer Mitarbeiter von 6 Monaten auf weniger als 4 Wochen. Das fünfjährige AWS-Kooperationsabkommen mit 👉Amazon öffnet den Zugang zu Enterprise-Migrationen, die Unternehmen jahrelang vor sich hergeschoben haben. Der Low-Code-Automatisierungsmarkt wächst auf über 65 Milliarden Dollar bis 2028. Analysten prognostizieren einen Anstieg beim Gewinn je Aktie von 29 % auf 2,71 Dollar für 2026 – eine Prognose, die beim aktuellen Kurs kaum eingepreist ist.

👉Palantir ist paradox: FCF-Marge von 46,9 %, Eigenkapitalquote von 83 %, EBIT-Wachstum von 355 %, Umsatzwachstum von 56,2 % – auf dem Papier eines der stärksten Unternehmen überhaupt. Trotzdem war Palantir die am häufigsten genannte überbewertete Aktie in der Profi-Investoren-Umfrage. Die Marktkapitalisierung von 282 Milliarden Euro bei einem KGV jenseits von 100 lässt keinen Spielraum für Fehler.

Das Verteidigungsgeschäft über die Gotham-Plattform ist strukturell unveräußerlich. Regierungen ersetzen keine Geheimdienstsoftware, ohne Jahre und Hunderte Millionen Dollar zu verlieren. Das kommerzielle Segment wächst mit über 50 % pro Jahr, die AIP-Plattform könnte zum Standard für KI-gestützte Unternehmensoperationen werden. 

👉DocuSign sitzt in fast jedem Workflow, in dem Verträge entstehen. 1,5 Millionen Kunden, Bruttomarge von fast 80 %, Abo-Umsatz von 819 Millionen Dollar im letzten Quartal. Das sieht solide aus. Das Problem nur: 8,16 % Umsatzwachstum ist für eine Software-Aktie kein Aufregerwert, und der E-Signatur-Markt zeigt klare Reifesymptome.

Die Antwort heißt IAM: Intelligent Agreement Management. Statt nur Signaturen zu verwalten, soll 👉DocuSign den gesamten Vertragslebenszyklus abbilden: Erstellung, Analyse, Überwachung, Erneuerung. Kunden mit IAM-Produkten generierten bereits über 350 Millionen Dollar jährlich wiederkehrende Erlöse. Der adressierbare Markt für E-Signatur und Contract-Lifecycle-Management wächst laut Experten auf über 30 Milliarden Dollar bis 2028. Aber 👉Adobe und neue generative KI-Lösungen drängen in dasselbe Segment. DocuSign erscheint einigen Analysten nicht billig genug, um großzügig mit Risiken zu sein. Hier braucht es echte Überzeugung, bevor man einsteigt. Hast Du sie?

Webinar

🏗️ Die zweite KI-Welle: Warum jetzt Infrastruktur das große Thema ist

Der Chatbot-Hype war erst der Anfang. Jetzt kommt die zweite KI-Welle, und die braucht Beton, Chips und Megawatt. Projekte wie Stargate AI pumpen über 100 Milliarden Dollar in Rechenzentren, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen.

👉Am Mittwoch, 6. Mai, ab 18 Uhr, zeigen wir Dir, welche Branchen davon profitieren könnten: von Kühltechnik bis Stromnetze. Und wie Du kurzfristige Übertreibungen von echten Megatrends unterscheidest.

Konkrete Setups, Sektoranalysen, Hebelprodukte – alles mit klarer Struktur und realistischer Risikoeinschätzung. 👉Eine Stunde, die Dein Portfolio-Denken sicherlich verändern wird.

Wie hat Dir der Newsletter gefallen?

Login or Subscribe to participate

Erstellung und Verbreitung: Dieser Beitrag wurde von einem Redakteur der Finanzen.net GmbH, Gartenstraße 67, 76135 Karlsruhe, erstellt. Wir, die Finanzen.net Zero GmbH, haben diesen Beitrag unverändert in diesem Mailing übernommen. Die Finanzen.net GmbH hat uns zugesichert, dass dieser Beitrag mit größter Sorgfalt erstellt und zuvor keinem anderen Empfängerkreis zugänglich gemacht worden ist.

Interessen und Interessenkonflikte: Der erstellende Redakteur hält Eigenpositionen an den besprochenen Finanzinstrumenten.

Die Finanzen.net ZERO GmbH profitiert wirtschaftlich davon, wenn Empfänger dieses Mailings die besprochenen Finanzinstrumente über unsere Brokerfunktion handeln.

Disclaimer: Wir, die Finanzen.net ZERO GmbH, übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der in diesem Beitrag enthaltenen Informationen. Dieser Beitrag stellt weder ein Angebot, eine Aufforderung zum Erwerb oder Verkauf eines Finanzinstruments, noch eine Empfehlung oder Anlageberatung dar. Eine Anlageentscheidung sollte keinesfalls ausschließlich auf die Informationen in diesem Beitrag gestützt werden. Geldanlagen in Finanzinstrumente sollten immer unter langfristigen Gesichtspunkten und unter Berücksichtigung der persönlichen Kenntnisse, Erfahrungen, finanziellen Verhältnisse und Anlageziele getätigt werden. Anleger sollten bedenken, dass sie bei der Investition in Finanzinstrumente Verluste bis zum Totalverlust des investierten Kapitals (bei einigen Finanzinstrumenten sogar über das eingesetzte Kapital hinaus) erleiden können. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung.

Weiterlesen