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🏗️ 1,5 Billionen für KI-Schaufeln: Wer baut die Zukunft und wer nur Luftschlösser?

Erfahre alles über das Goldlöckchen-Szenario 2026: von KI-Infrastruktur über Rüstungs-Trends bis zu günstigen Schwellenländern.

Guten Morgen ,

wir stecken laut einiger Analysten mitten im „siebten Aufschwung“ seit der Pandemie und das Marktumfeld erscheint so spannend wie lange nicht mehr. In dieser Ausgabe zeigen wir Dir, wie Du die aktuelle „Goldlöckchen-Phase“, die einen wirtschaftlichen Zustand beschreibt, der weder durch hohe Inflation überhitzt noch durch eine Rezession abkühlt, optimal für Dein Depot nutzen kannst.

Freu Dich auf eine Mischung aus stabilen Cashflow-Giganten und den Architekten der KI-Zukunft. Wir haben die globalen Daten von Europa bis Lateinamerika gescannt, um echte Chancen für Dich zu finden. Egal ob Du auf Sicherheit oder Dynamik setzt, heute ist für jede Strategie ein passender Wert dabei.

Die Weltwirtschaft ist zwar ausgereift, steckt aber noch voller wertvoller Überraschungen. Viel Spaß beim Lesen und erfolgreiches Investieren!

tl;dr

😍 Diese Wertpapiere zeigen wir Dir heute

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Der Fear & Greed Index misst die aktuelle Stimmung am Aktienmarkt – von extremer Angst (0) bis zu gieriger Euphorie (100). Quelle: CNN

Marktumfeld

📉 Mythos Tech-Blase: Warum 2026 nicht das neue 2000 ist

Gerade zeichnet sich ein Szenario ab, das man an der Wall Street gerne als „Goldilocks“ bezeichnet: nicht zu heiß, nicht zu kalt, sondern genau richtig für Aktien.

Du fragst Dich sicher, wo dieses Wachstum herkommt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognose für das globale BIP-Wachstum – das Bruttoinlandsprodukt als Maßstab für die gesamte Wirtschaftsleistung – im Januar auf 3,3 % angehoben. Die USA setzen dabei auf eine expansiv-fiskalische Politik, was nichts anderes bedeutet, als dass der Staat massiv Geld ausgibt, um die Wirtschaft anzukurbeln. Achtung: Das US-Verteidigungsbudget knackt die Marke von 1,01 Billionen Dollar. Gleichzeitig sorgt der „One Big Beautiful Bill Act“ durch Steuersenkungen von etwa 3 % für ordentlichen Rückenwind bei den Unternehmensgewinnen.

Auch China will es wissen und peilt ein Wachstumsziel von rund 5 % an. Dafür hält die Führung in Peking das Haushaltsdefizit auf einem Rekordniveau von 4 %. In Europa erleben wir derweil eine Verteidigungsrenaissance. Bis 2030 könnten die europäischen NATO-Beiträge auf über 800 Milliarden Euro steigen. Das ReArm-Europe-Programm und deutsche Infrastrukturinvestitionen sind hier die treibenden Kräfte, die das Gewinnwachstum der hiesigen Unternehmen stützen.

Auch die Zeit der wilden Zinssprünge ist vorbei. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Hausaufgaben erledigt und signalisiert Stabilität. Der Einlagensatz – also der Zins, den Banken erhalten, wenn sie Geld bei der Zentralbank parken – liegt fest bei 2,0 %. Das Beste daran: Die Inflation in der Eurozone scheint mit prognostizierten 1,6 % bis 1,9 % für 2026 voll unter Kontrolle zu sein.

Auf der anderen Seite des Atlantiks setzt die Federal Reserve (Fed) ihren Lockerungskurs fort. Viele Analysten erwarten, dass sich die US-Zinsen in Richtung eines neutralen Niveaus von 3,25 % bewegen. Ein neutraler Zinssatz ist der Punkt, an dem die Geldpolitik die Wirtschaft weder bremst noch zusätzlich anheizt. Für Dich als Anleger kann das ein Segen sein, da sinkende Finanzierungskosten die Aktienmärkte stützen und den Euro-Dollar-Kurs beflügeln könnten – Prognosen sehen das Paar bis Ende 2026 bei bis zu 1,27.

Die gute Nachricht: Der aktuelle Bullenmarkt wird nicht durch heiße Luft, sondern durch die „kalte, harte Realität der Bilanzen“ getrieben. Ganze 84 % der Marktrenditen basieren derzeit auf tatsächlichem Gewinnwachstum und nicht nur auf einer Ausweitung der Bewertungsmultiplikatoren – also dem Verhältnis von Preis zu Gewinn.

Der S&P 500 soll 2026 ein sattes Gewinnwachstum von 12,9 % hinlegen. Besonders beeindruckend: Zum ersten Mal seit 2018 wird erwartet, dass alle 11 Sektoren des Index positiv abschneiden. Die Luftfahrt führt mit einem Plus von 38,2 %, gefolgt von der Technologie mit fast 20 %. Ja, die Bewertungen im US-Tech-Sektor sind hoch, aber sie sind weit entfernt von der extremen Euphorie der Dotcom-Blase des Jahres 2000. Damals hatten Firmen wie Cisco KGVs von 200, heute bewegen wir uns in deutlich vernünftigeren Regionen.

Natürlich gibt es keine Rendite ohne Risiko. Ein wunder Punkt sind die Rekord-Gewinnmargen – also der Prozentsatz vom Umsatz, der als Reingewinn übrig bleibt. Mit 13,1 % im S&P 500 sind diese historisch hoch. Sollten die Kosten für Unternehmen schneller steigen, als sie diese an die Konsumenten weitergeben können, droht eine Margenkompression, die die Kurse drücken könnte. Zudem bleibt die Geopolitik mit Handelskonflikten und den Spannungen rund um China ein Unsicherheitsfaktor, den Du nicht ignorieren solltest.

Also: Qualität und Diversifizierung bleiben Deine besten Freunde. Der Zyklus ist ausgereift, aber er ist noch lange nicht am Ende.

Konkrete Ideen

📉 USA vs. Europa: Kommt jetzt die große Value-Rotation?

Wenn Du Dein Depot für das Jahr 2026 wetterfest machen willst, liefert uns das Goldilocks-Szenario eine interessante Steilvorlage. Wir befinden uns in einem anhaltenden globalen Konjunkturzyklus – also einer Phase wirtschaftlichen Aufschwungs –, der durch eine lockere Geldpolitik und solide Gewinnaussichten gestützt wird. Jetzt schauen wir uns einmal gemeinsam an, wo die echten Chancen liegen und welche Risiken Du auf dem Schirm haben solltest.

In Europa erleben wir gerade eine tektonische Verschiebung. Mit einem geplanten Aufrüstungsvolumen von bis zu 800 Milliarden Euro ist der Verteidigungssektor kein kurzfristiger Trend mehr, sondern ein struktureller Megatrend, der uns über ein Jahrzehnt begleiten wird.

Ganz vorn mit dabei ist Rheinmetall. Das Unternehmen ist mit einer Marktkapitalisierung von 81,5 Milliarden Euro der Hauptbegünstigte des deutschen 500-Milliarden-Euro-Pakets. Obwohl die Aktie 2025 um 200 % zulegte, gilt sie laut Morningstar als 4-Sterne-Investment, was bedeutet, dass sie trotz der Rallye noch unterbewertet ist. Der Auftragsbestand von 62,6 Milliarden Euro spricht Bände. Bis 2030 will Rheinmetall den Umsatz auf 40 Milliarden Euro vervierfachen. Das Risiko? Die Erwartung ist gigantisch. Sollte die Politik die Budgets kürzen oder Projekte wie der Kampfpanzer KF51 Panther stocken, könnte die Luft dünner werden.

Andere Player wie Leonardo aus Italien oder Thales aus Frankreich bieten spannende Alternativen. Während Leonardo durch eine Umstrukturierung seiner Raumfahrt-Sparte glänzt, fokussiert sich Thales massiv auf Cybersecurity. Der gesamte Sektor ist 2025 um 56,5 % gestiegen. Das zeigt: Die Dynamik ist da, aber die Einstiegspreise sind nicht mehr so günstig wie vor zwei Jahren.

Künstliche Intelligenz ist längst industrielle Realität. Bis 2030 werden weltweit schätzungsweise 1,5 Billionen Dollar in die KI-Infrastruktur fließen. Der unangefochtene König bleibt Nvidia. Mit einem Marktanteil von 92 % bei GPUs für Rechenzentren (Grafikprozessoren, die speziell für komplexe KI-Berechnungen optimiert sind) kontrolliert Nvidia fast den gesamten Markt. Der wahre „Burggraben“ – also der strategische Wettbewerbsvorteil, der Konkurrenten fernhält – ist jedoch die Software CUDA. Über 4 Millionen Entwickler nutzen sie bereits. Nvidia erzielt eine Bruttomarge von etwa 80 %, was fast schon an Gewinnspannen im illegalen Handel grenzt, so profitabel ist das Geschäft. Das Risiko: Die Bewertung im US-Tech-Sektor liegt im 94. Perzentil, ist also historisch gesehen extrem teuer.

Microsoft greift ebenfalls massiv an. Mit geplanten Investitionen (CapEx – also Ausgaben für langfristige Vermögenswerte wie Serverzentren) von 90,7 Milliarden Dollar im Fiskaljahr 2026 setzt der Konzern alles auf Azure AI. Das Ziel ist eine Marktkapitalisierung von 5 Billionen Dollar. Für Dich als Anleger bedeutet das: Du kaufst Qualität, aber zu einem stolzen Preis. Wenn du es spekulativer magst, schau dir Iren Limited an. Das ehemalige Bitcoin-Mining-Unternehmen sattelt auf KI-Rechenzentren um und erwartet 126 % Umsatzwachstum. Aber Vorsicht: Solche „Pivots“ – also radikale Kurswechsel des Geschäftsmodells – sind immer mit einem höheren Ausfallrisiko verbunden.

Während US-Aktien teilweise heißgelaufen sind, bieten Schwellenländer aktuell einen historisch günstigen Einstieg. Sie handeln mit einem Abschlag von 35 % gegenüber entwickelten Märkten – der größte Unterschied seit 15 Jahren!

In Lateinamerika und Indien etwa brennt die Hütte. MercadoLibre dominiert den E-Commerce- und Fintech-Bereich in Lateinamerika. Mit 110 Millionen aktiven Nutzern bei Mercado Pago bauen sie ein Ökosystem auf, das fast unbezwingbar scheint. In Indien ist die ICICI Bank der digitale Vorreiter. Indien gilt unter Experten als einer der attraktivsten langfristigen Aktienmärkte der Welt. Das Risiko in diesen Märkten? Währungsschwankungen und politische Instabilität können Deine Rendite, in Euro gerechnet, schnell schmälern.

Da die Zinsen der Zentralbanken (EZB bei 2 %, Fed Richtung 3,25 %) tendenziell sinken, werden Dividendenaktien wieder attraktiver. Im Finanzsektor bietet die Bank of America zwar nur 1,99 % Rendite, hat diese aber über 12 Jahre um durchschnittlich 8 % gesteigert. Mit einer Ausschüttungsquote (der Anteil des Gewinns, der an Aktionäre gezahlt wird) von nur 29,5 % ist noch massig Platz für Erhöhungen. Wenn Du mehr Cash willst, schau in den Energiesektor: Energy Transfer liefert stolze 8 % Rendite. Da das Unternehmen physische Infrastruktur wie Pipelines besitzt, fungiert es auch als Schutz gegen Inflation.

Ein echter Geheimtipp für 2026 könnte die Rotation von Growth zu Value sein. Das bedeutet, dass Anleger Geld aus teuren Wachstumsaktien abziehen und in günstig bewertete Qualitätsunternehmen stecken. Der europäische Markt ist hier im Vorteil: Während die USA ein Forward-P/E (Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis erwarteter Gewinne) von über 22 haben, liegt Europa bei 14,5. Core-Titel wie Visa oder S&P Global bieten sich als Basisinvestments für jedes Depot an, da sie als Quasi-Monopolisten eine enorme Marktmacht besitzen.

Auch Eurizon-Chefin Maria Luisa Gota betont: Qualität, Diversifizierung und professionelles Management seien die Säulen für dieses Jahr. Eine mögliche Aufteilung könnte so aussehen:

  • 30 % Verteidigung (Rheinmetall, Leonardo) als struktureller Anker

  • 25 % KI-Infrastruktur (Nvidia, Microsoft) für das Wachstum

  • 20 % Schwellenländer (MercadoLibre) wegen der günstigen Bewertung

  • 15 % Dividenden (Energy Transfer, AbbVie) für den Cashflow

  • 10 % Europa Value/Small Caps (Norma, SAP) als Opportunitätskick

Der Konjunkturzyklus ist zwar schon „ausgereift“, aber durch die Kombination aus technologischer Innovation (KI) und staatlichen Investitionen (Verteidigung/Infrastruktur) steckt noch ordentlich Musik im Markt. Behalte die Bewertungen im Auge und streue Deine Einsätze – dann könnte 2026 ein sehr erfolgreiches Jahr für Dein Depot werden!

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🌟 Die Magnificent Seven im Zaum: Index-Sicherheit für Dein Depot

Du denkst beim Nasdaq-100® sofort an die Tech-Blase, den KI-Hype und gefährliche Klumpenrisiken? Ein Blick auf Margen und Bewertungen zeigt jedoch, dass die Unternehmen im Index heute deutlich mehr Substanz bieten als zur Zeit der Technologieblase rund um die Jahrtausendwende.

Viele Unternehmen im Nasdaq-100® überzeugen nicht nur mit spannenden Geschichten, sondern übertreffen auch regelmäßig die Erwartungen der Analysten. Im dritten Quartal 2025 hat ein Großteil der Unternehmen die Analystenschätzungen übertroffen. Dabei haben sie ein starkes Nettogewinnwachstum von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielt. Gleichzeitig treibt der „Maschinenraum“ des Index die nächste Wachstumswelle voran: Viele Firmen reinvestieren aggressiv, anstatt sich auf kurzfristige Gewinnkosmetik zu konzentrieren.

Und was ist mit der berüchtigten Dominanz der Magnificent Seven im Nasdaq-100®? Du erfährst, wie das Capping als Sicherheitsnetz gegen zu viel Index-Konzentration funktioniert – plus warum ein Sparplan die höhere Volatilität nicht zum Problem, sondern potenziell zum Vorteil machen kann (Cost-Average-Effekt).

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