👑 40 Milliarden Miese: Pepsis Abgrund?

PepsiCo zahlt mehr Dividende, als sie verdienen. 108 % Payout vertilgen die Substanz. Ein Hedgefonds räumt auf, während Ozempic zuschlägt.

Pepsis Schuldenberg wächst. Die Dividende auch. Wie lange geht das noch gut?

Guten Morgen ,

heute nehmen wir einen Giganten unter die Lupe, dessen Krone gefährlich schief sitzt. Er verkauft uns seit Jahrzehnten Zuckerwasser und gesalzene Chips, doch hinter der glänzenden Fassade brodelt es gewaltig.

Ein gnadenloser Investor rüttelt am Thron und eine neue Spritze aus der Apotheke bedroht das gesamte Geschäftsmodell. Reicht der sprudelnde Cashflow noch für die nächste Dividendenerhöhung, oder lebt das Imperium längst von der Substanz?

Wir zeigen Dir heute, warum Du bei diesem Dauerläufer jetzt ganz genau hinschauen solltest. 

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👑 Wunschanalyse PepsiCo: Der wackelnde Thron eines Dividendenkönigs

Bei der Dividende schüttet 👉PepsiCo Geld aus, das die Firma eigentlich gar nicht hat. Wenn Du Dir die nackten Zahlen ansiehst, erkennst Du ein mathematisches Ungetüm: Die Ausschüttungsquote auf den Nettogewinn kletterte zuletzt auf 108 %. Das bedeutet, der Konzern zahlt seinen Aktionären mehr, als er im operativen Geschäft verdient. Du fragst Dich zu Recht, wie lange ein Imperium aus Zuckerwasser und Kartoffelchips ein solches Tempo durchhalten kann, ohne dass die Krone des Dividendenkönigs in den Staub fällt. Wir zeigen Dir heute, warum die Fassade des sicheren Hafens Risse bekommt und ob der Einstieg eines mächtigen Hedgefonds die Rettung bedeuten könnte.

Wer an PepsiCo denkt, hat meist die blaue Cola-Dose im Kopf, doch das eigentliche Herzstück sind die salzigen Sünden. Ganze 58 % des Umsatzes stammen mittlerweile aus der Snacksparte, in der Marken wie Lay’s, Doritos oder Cheetos den Ton angeben. Besonders die Sparte Frito-Lay North America fungiert als Goldesel und liefert fast 40 % des gesamten operativen Gewinns, also des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern. Doch der Glanz verblasst, wenn wir den Blick zehn Jahre zurückwerfen. Im Jahr 2015 steuerten die Snacks noch 46 % zum Gewinn bei, obwohl sie nur 23 % des Umsatzes ausmachten. Das bedeutet im Klartext: PepsiCo verdient mit jeder verkauften Tüte Chips heute deutlich weniger als früher, weil die Kosten für Kartoffeln, Speiseöl und Energie den Konzern förmlich auffressen.

Um das schwächelnde Stammgeschäft zu kaschieren, flüchtete sich das Management unter CEO Ramon Laguarta in eine beispiellose Kaufwut. Über 30 Unternehmen schluckte der Riese in den vergangenen zehn Jahren, doch viele dieser Zukäufe entpuppen sich heute als teure Missverständnisse. Ein prominentes Opfer ist Rockstar Energy, für das PepsiCo im Jahr 2020 stolze 3,85 Milliarden Dollar auf den Tisch legte. Nur fünf Jahre später musste das Management den Wert dieser Marke in der Bilanz um satte 2 Milliarden Dollar nach unten korrigieren. Solche Abschreibungen sind zwar keine direkten Bargeldabflüsse, sie zeigen aber, dass wertvolles Kapital für überteuerte Träume verbrannt wurde. Insgesamt summierten sich die Wertberichtigungen auf 4,5 Milliarden Dollar – Geld, das heute in der Kasse fehlt, um die Dividende solide zu untermauern.

Ein neues Schreckgespenst trägt Namen wie Ozempic oder Wegovy. Diese GLP-1-Medikamente, die eigentlich für Diabetiker gedacht waren, bremsen den Hunger und verändern das Essverhalten von Millionen Menschen radikal. Erste Daten von Walmart zeigen bereits, dass Kunden, die diese Mittel nehmen, weniger Kalorien kaufen und seltener zu Snacks greifen. Experten schätzen, dass der US-Snackmarkt in den nächsten zehn Jahren durch diesen Trend bis zu 12 Milliarden Dollar an Umsatz verlieren könnte. PepsiCo spürt den Gegenwind bereits: Während die Preise für Chips und Cola im letzten Quartal um vier Prozent stiegen, sank die verkaufte Menge im Snackbereich um zwei Prozent. Die Kunden wehren sich gegen die Preisspirale und essen schlichtweg weniger, was das Wachstum massiv ausbremst.

Die Serie ist beeindruckend: Seit 54 Jahren erhöht 👉PepsiCo die Dividende jedes Jahr ohne Unterbrechung. Aktuell erhältst Du als Aktionär 5,92 Dollar pro Aktie, was beim derzeitigen Kurs einer Rendite von etwa 3,4 % entspricht. Das klingt verlockend, da der Durchschnitt der letzten zehn Jahre bei lediglich 3 % lag, was die Aktie optisch günstig erscheinen lässt. Doch die Stabilität ist teuer erkauft, denn der freie Cashflow, also das Geld, das nach allen Investitionen in der Kasse bleibt, stagniert seit 2014. Während der Geldfluss früher locker für die Ausschüttungen reichte, liegt die Auszahlungsquote bezogen auf diesen Cashflow nun bei gefährlichen 100 %. PepsiCo lebt von der Substanz und muss hoffen, dass die eingeleiteten Sparmaßnahmen schnell greifen.

In dieser brenzligen Lage betritt ein neuer Spieler das Feld: Elliott Management hat sich für 4 Milliarden Dollar eingekauft. Dieser aktivistische Investor ist dafür bekannt, das Management mit harter Hand zu Reformen zu zwingen. Elliott fordert unter anderem, dass PepsiCo sein Abfüllgeschäft abstößt, um schlanker und profitabler zu werden – ein Schritt, den der Erzrivale Coca-Cola bereits erfolgreich hinter sich hat. Marc Steinberg von Elliott drängt massiv auf Kostensenkungen und eine bessere Effizienz in der Logistik, um die Margen wieder nach oben zu treiben. Das Management reagierte prompt und schloss bereits erste Werke und Produktionslinien, um den Forderungen der neuen Großaktionäre nachzukommen. Für die Anleger ist das ein zweischneidiges Schwert: Es bringt kurzfristig Disziplin, erhöht aber den Druck auf die langfristige Markenpflege.

Die Einkaufstour der vergangenen Jahre hinterließ tiefe Spuren in der Bilanz des Konzerns. Die Nettoverschuldung, also die gesamten Schulden abzüglich der Barreserven, ist auf gewaltige 40 Milliarden Dollar angeschwollen. Das entspricht dem Fünffachen des jährlichen freien Cashflows, was für ein Unternehmen in diesem Sektor ein besorgniserregend hoher Wert ist. Üblicherweise gilt ein Faktor von 4 als die absolute Obergrenze für eine gesunde Finanzstruktur. Allein im letzten Quartal kamen weitere 8 Milliarden Dollar an neuen Schulden hinzu, was den Spielraum für künftige Dividendenerhöhungen massiv einschränkt. Du solltest Dir darüber im Klaren sein, dass steigende Zinsen die Last dieses Schuldenbergs weiter erhöhen und den Gewinn pro Aktie drücken werden.

CEO Ramon Laguarta plant für 2026 eine taktische Kehrtwende. Statt die Preise weiter stumpf zu erhöhen, setzt PepsiCo nun auf kleinere Verpackungseinheiten zu attraktiveren Einstiegspreisen. Damit will der Konzern sowohl die preisbewussten Käufer zurückgewinnen als auch die gesundheitsbewussten Konsumenten ansprechen, die nur eine kleine Portion naschen wollen. Diese Strategie soll durch Effizienzgewinne in der Produktion querfinanziert werden, damit die Gewinnmargen nicht völlig kollabieren. Es ist ein riskantes Spiel, denn kleinere Packungen bedeuten meist höhere relative Kosten für Verpackung und Transport. Ob die Kunden dieses Angebot annehmen oder doch lieber zur günstigen Eigenmarke des Discounters greifen, wird das Schicksalsjahr 2026 entscheiden.

Trotz der vielen Baustellen bleiben die meisten Experten an der Wall Street verhalten optimistisch. Das mittlere Kursziel der Analysten liegt bei 172 Dollar, was nur einen geringen Puffer zum aktuellen Niveau bietet. Für das Jahr 2026 erwarten die Experten im Schnitt einen Gewinn pro Aktie von 8,19 Dollar, was eine Steigerung von 18 % gegenüber dem Vorjahr bedeuten würde. Diese hohen Erwartungen basieren fast ausschließlich auf der Hoffnung, dass die versprochenen Kosteneinsparungen von 1 Milliarde Dollar tatsächlich eins zu eins im Ergebnis landen. Sollte PepsiCo diese ehrgeizigen Ziele verfehlen, droht der Aktie eine herbe Korrektur, da das Vertrauen in die Prognosefähigkeit des Managements nach den letzten Abschreibungen ohnehin angeknackst ist.

Merke: 👉PepsiCo ist kein Selbstläufer mehr, sondern vielleicht eher ein Sanierungsfall auf hohem Niveau. Die Aktie erscheint mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 19 zwar fair bewertet, aber die Risiken in der Bilanz sind nicht wegzuwischen. Du bekommst eine attraktive Dividende von 3,4 %, musst dafür aber eine hohe Verschuldung und ein stagnierendes Verkaufsvolumen in Kauf nehmen. Wenn Du auf eine erfolgreiche Rosskur durch Elliott Management setzt, bietet die Aktie durchaus Erholungspotenzial. Wenn Du jedoch ein Unternehmen suchst, das seine Dividenden locker aus dem laufenden Cashflow zahlt, solltest Du bei PepsiCo momentan ganz genau hinschauen. Die Ära der mühelosen Gewinne scheint vorbei zu sein; jetzt beginnt womöglich die Zeit der harten Arbeit am Fließband.

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